Zwei neue „Vogelnester“ Meppener Hänsch-Arena wird für DFB-Pokalspiel hergerichtet

Von Heiner Harnack

Zwei zusätzliche Hängepodeste auf Höhe der Strafraumgrenzen wurden unter dem Dach der alten Tribüne der Meppener Hänsch-Arena installiert. Foto: Heiner HarnackZwei zusätzliche Hängepodeste auf Höhe der Strafraumgrenzen wurden unter dem Dach der alten Tribüne der Meppener Hänsch-Arena installiert. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Vor dem DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Meppen und dem 1. FC Köln wird die Meppener Hänsch-Arena hergerichtet. So gibt es zwei neue Podeste für Kamerateams.

Die Anforderungen der Medien für Fußballstadien haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. So werden mehr und größere Stellplätze für Übertragungswagen, erweiterte Kamerapositionen und mehr Arbeitsplätze für Journalisten verlangt. In der Meppener Hänsch-Arena sind die Handwerker derzeit damit beschäftigt, das Stadion für das DFB-Pokalspiel des SV Meppen gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr) auf den neuesten Stand zu bringen – zumindest vorübergehend.

Nach einer rund dreistündigen Begehung der SVM-Verantwortlichen mit dem Produktionsleiter der TV-Firma Sportcast, Marco Pisano, war klar, dass die Hänsch-Arena für die heutigen Belange der Fernsehteams nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Der TV-Sender Sky wird das Spiel live mit neun Kameras, davon eine für die Superzeitlupe, per Satellit aus Meppen übertragen. Schon Ende der 1980er Jahre, als der SVM in der 2. Liga aufgestiegen war, gab es vonseiten der Fernsehsender selten zufriedene Gesichter, wenn es um die elektronischen Bilder aus Meppen ging.

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Nachdem das ZDF lange Zeit zu jeder Produktion einen Kameraturm aus Mainz mitgebracht hatte, musste eine feste Position für die beiden Führungskameras geschaffen werden. Der damalige SVM-Vizepräsident Josef Niemann hatte die Idee, ein Kamerapodest unter den Mittelteil der alten Haupttribüne zu hängen. Sämtliche Überlegungen, Kameras auf dem Dach zu positionieren, Steigerwagen mit Kranausleger kommen zu lassen oder Türme unter die Tribüne zu bauen, konnten entweder technisch nicht umgesetzt werden oder waren einfach zu teuer. Nach Installation des hängenden Podests hatte es schnell den Spitznamen „Vogelnest“ bekommen.

Weil zum Spiel gegen den 1. FC Köln auch die neue Haupttribüne für die TV-Kameras nicht in Frage kommt – es hätten unter anderem Fenster der Pressekabine herausgeschnitten werden müssen – hatte SVM-Geschäftsführer Peter Stöver die Idee, zwei weitere „Vogelnester“ unter das Dach der kleinen Tribüne hängen zu lassen, damit die Kameraleute von oben eventuelle Abseitspositionen auflösen können. Innerhalb eines Vormittags installierte eine Gerüstbaufirma, jeweils in Höhe des 16-Meter-Strafraums, ein Hängepodest in der Größe von 2 x 2 Metern für Kameramann und Kamera. Diese Lösung trägt am kommenden Samstag auch dazu bei, dass die Einschränkungen der Sicht für die Zuschauer nur minimal sein dürften.

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Des Weiteren liegt bereits ein Lichtleiterkabel, damit die LED-Wand vom Technik-Team des SVM während des Pokalknüllers einwandfrei angesteuert werden kann. Die bisherige Richtfunklösung war unbefriedigend, da bei der Nutzung von mehreren Hundert Handys im Stadion die Leitung immer wieder zusammenbrach. Dazu wird in den kommenden Tagen ein WLAN-Netz mit größerer Kapazität im Stadion installiert, damit Journalisten und Fotografen rechtzeitig ihre Berichte und Bilder absetzen können. Deutlich wurde während der Besichtigung, dass bei einem künftigen Aufstieg des SV Meppen in Liga 3 die derzeitigen Voraussetzungen im Stadion für sämtliche Medienmitarbeiter nicht mehr ausreichen werden.