Neidhart noch nicht zufrieden SV Meppen siegt trotz Unterzahl 3:0 gegen Goslar

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Meppen. In Unterzahl hat der SV Meppen den Goslarer SC vor 1344 Zuschauern in der heimischen Hänsch-Arena mit 3:0 (1:0) geschlagen. Restlos zufrieden zeigte sich Trainer Christian Neidhart allerdings nicht: „Wir haben immer noch Phasen, in denen wir das Spiel aus der Hand geben.“

Das war zuvor schon beim Punktspiel in Lüneburg und beim Pokalspiel gegen Rehden nicht anders. „Wir spielen noch nicht den Fußball, den wir uns vorstellen. Die Leistungsträger sind noch nicht bei 100 Prozent“, urteilte der Trainer. In Lüneburg war es der Gegentreffer, gegen Rehden die eigene Führung und gegen Goslar die Verletzung von Patrick Posipal, die den SVM zumindest zeitweise aus der Bahn warfen. Gegen Rehden und Goslar fanden die Emsländer aber wieder ins Spiel zurück: Gegen Rehden durch den Ausgleich, gegen Goslar durch die Ampelkarte gegen Dennis Strompen (53.). In Unterzahl wirkte das Spiel der Meppener wieder deutlich strukturierter.

Die Gastgeber machten von Beginn an deutlich, dass sie den Heimsieg wollten . Die Zuschauer honorierten es mit Szenenapplaus. Gerade als der Anfangsschwung etwas nachließ und sich ein Geduldsspiel zu entwickeln schien, traf der unermüdlich rackernde Martin Wagner, der mit der Kapitänsbinde auflief. Johan Wigger fehlte verletzt.

Als Jens Robben für den verletzten Posipal kam, verlor Meppen die Linie. Das lag aber nicht am Routinier, der geschickt die Fäden zog und die Mitspieler in Szene setzte. Goslar kam besser ins Spiel, aber zunächst nicht zu klaren Möglichkeiten. Selbst nach der Ampelkarte gegen Strompen (gestrecktes Bein), wurde der Gast nicht wesentlich offensiver, kam aber zu zwei, drei Gelegenheiten, die SVM-Keeper Benny Gommert und Abwehrspieler Sebastian Schepers auf der Torlinie vereitelten. „Wir bringen den Ball nicht im Gehäuse unter“, ärgerte sich Goslars Trainer Sven Thoß.

Das machte der SVM, der wieder eine solide Grundordnung fand, besser. Daran war Muhamed Alawie jeweils beteiligt: Zunächst holte der den Strafstoß heraus, den der unglücklich agierende Max Kremer eiskalt nutzte, dann erkannte er in der Schlussminute die Lücke zum 3:0. So einfach kann es gehen – trotz der Belastung von drei Spielen in eine Woche. Der eingewechselte Erdogan Pini musste mit Neidharts Kritik leben, dass er vielleicht doch nicht topfit gewesen war. „Das hätte er uns sagen müssen. Er hat sich selbst und der Mannschaft geschadet.

„Jetzt bereiten wir uns in aller Ruhe auf das DFB-Pokalspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln vor“, erklärte Neidhart.


Die Spielerbewertungen:

#1 Gommert (2,5): auf dem Posten, wenn er gebraucht wird

#3 Jesgarzewski (2,5): gute Aktionen auch in der Offensive

#6 Geiger (3): gewinnt viele Zweikämpfe, eine Torchance

#8 Alawie (2,5): clever im Zweikampf, holt einen Elfmeter heraus, schießt das 3:0

#10 Wagner (2,5): rackert, einige Fehlpässe, ein Tor

#17 Kremer (4): an ihm lief das Spiel vorbei, trifft per Strafstoß

#18 Schepers (2,5): kämpft, bereitet ein Tor vor

#23 Thomas (3): ordentlich, nur einmal unachtsam

#25 Posipal (3): viel unterwegs

#36 Strompen (3,5): oft am Aufbau beteiligt

#38 Born (3,5): beginnt stark, dann verliert er die Bindung

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#21 Robben (2): starkes Spiel, gute Pässe

#22 Pini (4): findet nicht ins Spiel

#7 Schnier: ohne Wertung

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