Bei 13815 Zuschauern ausverkauft Schrumpfkur für die Meppener Hänsch-Arena

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Die Zuschauerkapazität in der Hänsch-Arena sinkt ausschließlich auf den Stehrängen. Statt bisher 16500 Besuchern fasst das Stadion bei den Heimspielen des SV Meppen künftig maximal 13815 Besucher. Foto: Helmut KemmeDie Zuschauerkapazität in der Hänsch-Arena sinkt ausschließlich auf den Stehrängen. Statt bisher 16500 Besuchern fasst das Stadion bei den Heimspielen des SV Meppen künftig maximal 13815 Besucher. Foto: Helmut Kemme

Meppen. Schrumpfkur für die Hänsch-Arena: Nach der neuesten Kapazitäts-Berechnung sinkt die maximale Zuschauerzahl drastisch: Nämlich von 16500 auf nur noch 13815. Das hat unmittelbare Folgen für das DFB-Pokalspiel am 8. August gegen den 1. FC Köln: Es stehen jetzt nur noch 1150 Karten für den ersten SVM-Auftritt auf der nationalen Ebene seit 1999 zur Verfügung.

„Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Zuschauerkapazität so stark sinken würde. Das ist schon erschreckend“, erklärte SVM-Vorstandssprecher Andreas Kremer, der schon seit geraumer Zeit meint, dass die maximale Auslastung des heimischen Stadions nicht so hoch sei wie angenommen. Angesichts des erwarteten großen Andrangs im Pokal gegen den 1. FC Köln sei es die Pflicht des Vereins gewesen und natürlich auch im Interesse der Stadt Meppen als Eigentümerin, eine Überprüfung des Stadions nach den neuesten Sicherheitsstandards und -richtlinien durchzuführen, betonte Kremer. Damit wurde das Ingenieurbüro Brinkmann und Deppen aus Ibbenbüren beauftragt.

Die Kapazitätsveränderungen beziehen sich ausschließlich auf die Stehränge (bislang 11900 – künftig gut 9000). „Bei den Sitzplätzen haben wir keine Probleme. Die sind ja alle durchnummeriert“, erläutert Kremer. Es bleibt also bei den 4600 Plätzen auf der Alten und der neuen Tribüne.

Bei den Stehplätzen, so der Verein, werde nach neuestem Standard so gerechnet, dass „auf jedem laufenden Meter zwei Personen stehen können“. Die Sicherheitsrichtlinien seien in den letzten Jahren verändert worden. Auf- und Abgänge müssten frei gehalten werden. Das gehöre zu den sogenannten Entfluchtungskonzepten. Die Fluchtwege müssten heute auch breiter sein.

„Ich gehe davon aus, dass das Spiel ausverkauft ist“, sagt Kremer. Die Wahrscheinlichkeit steigt angesichts des um insgesamt 2685 Stehplätzen reduzierten Angebots. „Wirtschaftlich ist das nicht so toll“, weiß Daniel Eiken von der SVM-Geschäftsstelle, für den die Sicherheit der Zuschauer natürlich wichtiger ist. An der Lathener Straße ist der Kartenvorverkauf nach dem fulminanten Auftakt beim freien Verkauf zurzeit rückläufig. Am ersten Tag seien allein im Online-Shop 2800 Tickets abgesetzt worden.

Auch Eiken hofft, dass die Hänsch-Arena am 8. August ausverkauft ist. Dann mit 13815 Zuschauern. Zuletzt war das Meppener Stadion im Oktober 1999 bis auf den letzten Platz besetzt. Damals trat der FC Bayern München in der dritten DFB-Pokalrunde im Emsland an.


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