Patrick Posipal aus Lüneburg Enkel des Weltmeisters von 1954 kommt zum SV Meppen

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Gemeinsam nach vorn blicken beim SV Meppen Kotrainer Mario Neumann, Mittelfeldspieler Patrick Posipal und Vorstandsmitglied Heiner Beckmann (v. l.). Foto: MentrupGemeinsam nach vorn blicken beim SV Meppen Kotrainer Mario Neumann, Mittelfeldspieler Patrick Posipal und Vorstandsmitglied Heiner Beckmann (v. l.). Foto: Mentrup

Meppen . Der SV Meppen hat einen weiteren Spieler für die neue Saison verpflichtet. Der defensive Mittelfeldspieler Patrick Posipal kommt wie Muhamed Alawie vom Lüneburger SK Hansa. Der 27-jährige Kandidat für die Sechser-Position kennt sich in der Regionalliga Nord bestens aus. „Das kann ein Vorteil sein“, sagte Kotrainer Mario Neumann.

Der Linksfuß, der beim SVM einen Vertrag bis 2016 unterzeichnete, hat 125 Regionalligaspiele für den TSV Havelse absolviert. Bei den Garbsenern war er auch Kapitän. Dort hat er auch einige Partien mit seinem künftigen Mitspieler Viktor Maier gemacht. Mit dem potenziellen kirgisischen Nationalspieler war er in der Jugend auch gemeinsam beim Hamburger SV. „Dort hat er eine gute Ausbildung genossen“, wissen die Meppener Vorstandsmitglieder Dieter Barlage und Heiner Beckmann . Zudem spielte Posipal für den FC Oberneuland und TuS Heeslingen.

In der gerade beendeten Serie absolvierte Posipal 21 Partien für Lüneburg und erzielte ein Tor. „Er hatte Pech mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber und einer Muskelverletzung“, erläutert Mario Neumann . „Patrick hat über Jahre gezeigt, dass er Verantwortung übernimmt.“ Posipal sei kopfballstark, habe ein gutes Auge und könne Mitspieler führen.

Der SV Meppen könnte fast der Lieblingsgegner von Posipal gewesen sein. Von vier Auftritten mit dem TSV Havelse gewann er drei. Dabei schoss er beim 4:1 im Oktober 2011 im Emsland gegen das Team von Johann Lünemann den ersten und den letzten Treffer der Partie. Beim 4:1 im August 2013 markierte er gegen die Neidhart-Truppe das 2:1.

Posipal sieht die Aufgabe im Emsland als besondere Herausforderung. „Es reizt, bei einem Verein zu spielen, der höhere Ambitionen hat.“ Mit dem SVM will er in der Regionalliga möglichst oben mitmischen. Dabei erwartet er eine neue Mannschaft mit hoher Qualität und gute Bedingungen. Besonders freut er sich auf das Stadion. Die Hänsch-Arena sei das mit „Abstand schönste in der Liga“. Weiterer Reizpunkt sei der DFB-Pokal, stellte Posipal fest, der bei der 1:2-Niederlage mit dem LSK im NFV-Pokal-Halbfinale den bundesweiten Wettbewerb verpasst hatte. Zumindest habe er erlebt, was in Meppen möglich sei, wenn es um etwas geht. Beeindruckt hat ihn, wie die Kulisse die Mannschaft nach der Pause nach vorn gepeitscht habe.

Der gebürtige Braunschweiger stammt aus einer echten Fußballer-Familie. Vater Peer spielte für Eintracht Braunschweig und Preußen Münster in der Zweiten Liga. Mit beiden Klubs trat er sechsmal gegen den SVM an, schoss beim 2:1-Erfolg der Preußen in der Saison 1989/90 ein Tor und ein Eigentor, bei der Heimniederlage der Münsteraner unter Trainer Siegfried Melzig, der schon Torwart beim SV Meppen war, sah Posipal in der Schlussminute die Rote Karte. Bekannter ist Jupp Posipal, der für Arminia Hannover und den Hamburger SV von 1947 bis 1958 in der damals erstklassigen Oberliga aktiv war und 1954 mit der deutschen Nationalmannschaft in der Schweiz Weltmeister wurde. „Ich bin stolz auf meinen Opa“, erklärt Patrick Posipal.

„Damit sind unsere Kaderplanungen abgeschlossen“, erklärte Barlage. „Der Rest entscheidet sich am 10. Juni“, spielte er auf die an diesem Tag in Reutlingen stattfindende Auslosung zum DFB-Pokal an. Bei einem attraktiven Gegner ist also eine weitere Verstärkung denkbar. Zurzeit umfasse das verkleinerte Meppener Aufgebot 19 Akteure, darunter die neuen Stürmer Muhamed Alawie (Lüneburg) und Erdogan Pini (St. Pauli II). Mit Kris Fillinger und Kevin Landgraf ist der SVM offenbar noch in lockeren Gesprächen. Vom kleineren Kader erhoffen sich die Verantwortlichen einen größeren Konkurrenzkampf und mehr Perspektiven für die eigenen Talente wie Thorben Deters, Lars Huxsohl, Jan-Luca Ahillen oder Yannic Suchanke. „Wo haben Spieler schon die Gelegenheit, direkt an der Regionalliga zu schnuppern“, geht Neumann von einer „ganz engen Verzahnung“ mit dem Jugendleistungszentrum Emsland aus. Mit Janik Jesgarzewski oder Marcel Thomas stünden weitere ganz junge Spieler im Meppener Kader, stellte Barlage fest. Dabei bemühe sich der Verein, Ausbildungs- und Studienplätze für die Spieler zu finden. „Wir wollen und können keine Mannschaft zusammenkaufen“, sagte Neumann.

Enger wollen auch die Vereinsverantwortlichen ans Team rücken. Während des dreitägigen Trainingslagers in Garrel laden Vorstand und Verwaltungsrat die Mannschaft zu einem gemeinsamen Abend ein.


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