Organisation des JLZ ein Thema Kugland beratendes Vorstandsmitglied beim SV Meppen

Unterstützung bekommen der SV Meppen und das Jugendleistungszentrum Emsland: Oliver Kugland (l.) will sich um den kaufmännischen und organisatorischen Bereich kümmern. SVM-Vorstandssprecher Andreas Kremer freut sich auf die Zusammenarbeit. Foto: Uli MentrupUnterstützung bekommen der SV Meppen und das Jugendleistungszentrum Emsland: Oliver Kugland (l.) will sich um den kaufmännischen und organisatorischen Bereich kümmern. SVM-Vorstandssprecher Andreas Kremer freut sich auf die Zusammenarbeit. Foto: Uli Mentrup

Meppen. Die Führung des SV Meppen bekommt Unterstützung: Oliver Kugland wurde vom Verwaltungsrat als beratender Vorstand berufen. Der Lathener wird sich vor allem um die kaufmännischen und organisatorischen Belange des Jugendleistungszentrums Emsland (JLZ) kümmern. „Ich will für mehr Transparenz und Akzeptanz sorgen“, erklärt der Diplom-Ingenieur.

„Wir sind froh über die Unterstützung eines ehemaligen Fußballers, der über kaufmännische Kompetenz verfügt“, erklärt SVM-Vorstandssprecher Andreas Kremer. Da ohnehin ein Wechsel in der sportlichen Leitung des JLZ stattfinde, weil Sebastian Röttger sein Amt im Sommer abgibt , biete sich die Chance, auch die Organisation zu überprüfen.

Kugland, der als B- und A-Junior bei RW Essen spielte, wegen des Studiums der Elektrotechnik aber auf ein Engagement bei Bayer Leverkusens Amateuren verzichtete und später vier Jahre als Jugendtrainer bei Hertha Zehlendorf tätig war, kümmert sich nach eigenen Aussagen nicht um den sportlichen Bereich des JLZ. Der könne höchstens von besserer Organisation und klarerer Struktur profitieren. Deswegen sieht Kremer Schnittstellen zum Engagement von Vorstandsmitglied Heiner Beckmann, der für den sportlichen Bereich zuständig ist. Verwaltung und Organisation des JLZ würden zumeist ohnehin über die Geschäftsstelle des SVM abgewickelt.

„Ich will mit anpacken“, stellt Kugland fest, dessen Sohn Leon in der U17 des JLZ Emsland spielt. Zunächst plant der Lathener eine Bestandsaufnahme. Das könne zwei Monate dauern. Er will Themen sammeln und später ein Handbuch verfassen. „Alles kommt auf den Prüfstand, um zu sehen, wo wir Kosten sparen können. Das Geld können wir besser in die Ausbildung der Fußballer investieren.“ Wichtig sei, dass die Trainer am JLZ sich ganz auf die Ausbildung der Talente konzentrieren könnten.

Rund 110000 Euro, so die Angaben beim Informationsabend vor zwei Wochen im Kreishaus, verschlingt allein der Fahrdienst. Kugland kündigt eine Überprüfung an. Von mehr Transparenz verspricht er sich mehr Akzeptanz des JLZ bei den Vereinen. Kugland will noch einmal genau aufzeigen, was das Jugendleistungszentrum dem Fußball und der Region bringt , um das Wir-Gefühl beim JLZ zu stärken. Davon erhofft er sich auch eine größere Zahl an Unterstützern, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen.

Denn von der Ausbildung am JLZ profitierten die emsländischen Klubs. Kugland hat keine Zweifel, dass es in der Region talentierte junge Fußballer gibt. Sie sollen, so Kremer, die Chance haben, beim SV Meppen oder anderen Klubs des Kreises höherklassig zu kicken. „Es geht um die jungen Fußballer. Jeder soll da spielen, wo er am besten aufgehoben ist“, macht Kremer deutlich, dass dazu auch Wechsel von Talenten zu Bundesligaklubs gehören. „Am liebsten zum Kooperationspartner Werder Bremen.“


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