Am 6. April gegen Lüneburg SV Meppen plant Pokal-Heimspiel als Top-Event

Erfolgreich war der SV Meppen mit Diego Rodriguez (r.) beim 3:1-Sieg im Punktspiel beim Lüneburger SK. Foto: Michael BehnsErfolgreich war der SV Meppen mit Diego Rodriguez (r.) beim 3:1-Sieg im Punktspiel beim Lüneburger SK. Foto: Michael Behns

Haselünne. „Wir sind unwahrscheinlich froh, dass wir dieses für unseren Verein und die Region so wichtige Spiel nach Meppen holen konnten“, stellte SVM-Vorstandssprecher Andreas Kremer fest. Das NFV-Pokal-Halbfinale gegen den Lüneburger SK Hansa findet in der Hänsch-Arena in Meppen statt, weil die Kontrahenten das Heimrecht getauscht haben. Dabei, so Kremer, habe sich der Verein bewusst entschlossen, „auch ein wirtschaftliches Risiko einzugehen“.

Denn die Austragung des Halbfinals am Ostermontag (6.4., 15 Uhr) vor heimischem Publikum sei vor dem Hintergrund der weiterführenden sportlichen Ziele wichtig, betonten Kremer und Vorstandsmitglied Dieter Barlage am Montag in Haselünne. „Wir setzen dabei auf eine große Unterstützung unserer Sponsoren und der gesamten Region und werden uns darum bemühen, eine stattliche Zuschauerkulisse zu erreichen“, hoffen sie auf ein Top-Event mit mindestens 6000 Besuchern. „Es soll zunächst das größte sportliche Highlight 2015 werden. Wir wollen das Stadion möglichst voll bekommen.“

„Dieses Spiel sorgt für weitere Aufbruchstimmung. Es gibt uns die Möglichkeit, finanziell und sportlich in eine neue Dimension vorzustoßen“, begreift Kremer das NFV-Pokal-Halbfinale gegen den LSK als Riesenchance für den Verein, bei Sponsoren und Fans zusätzlich zu werben. „Es wird sicherlich viele Sonderaktionen geben“, sagte Barlage. Die Vorbereitungsphase wurde mit einer Sitzung in Haselünne eingeleitet.

Für den SVM kann das Halbfinale gegen Lüneburg der „Türöffner“ für weitere sportlich und wirtschaftlich interessante Duelle werden. Mit einem Sieg stünden die Emsländer nicht nur automatisch in der ersten Runde des DFB-Pokals 2015/16, in der eine garantierte Einnahme von rund 120000 Euro winkt, sondern auch im Endspiel um den Niedersachsenpokal. Gegner wäre der Gewinner der Partie zwischen dem VfB Oldenburg und dem VfL Osnabrück. Es ist also ein attraktives Derby möglich, wobei gegen Osnabrück auf alle Fälle erneut in der Hänsch-Arena gespielt würde. Das Pokalgeschäft kann richtig lukrativ werden für den Verein, der mittelfristig den Weg in die Dritte Liga finden will.

Im DFB-Pokal startete der SV Meppen zuletzt in der Saison 1999/2000. Im Oktober vor 15 Jahren traf er auf den FC Bayern München und verlor daheim vor 16500 Zuschauern mit 1:4.

Wegen Sicherheitsvorgaben des Niedersächsischen Fußballverbandes stand bereits bei der Auslosung in Barsinghausen fest, dass das Halbfinale zwischen Lüneburg und Meppen nicht im LSK-Ausweichstadion in Bardowick stattfinden konnte. Im Vorort trägt der Aufsteiger die meisten seiner Heimspiele aus. Denn das idyllische ehemalige Stadion am Wilschenbruch muss einem Wohngebiet weichen. Deswegen nahmen der SVM und der LSK bereits frühzeitig Kontakt auf. Die Lüneburger sollen zwischenzeitlich erwogen haben, die Partie im Stadion Hohe Luft (Victoria Hamburg), in dem zuletzt das Punktspiel gegen Hannover 96 II stattfand, oder bei Eintracht Norderstedt auszutragen. Dort wäre allerdings Miete angefallen. Doch jetzt hat das Meppener Angebot den LSK, der sich zu Saisonbeginn mit dem SVM-Mittelfeldspieler Hedon Selishta verstärkt hat, offenbar überzeugt. Im Viertelfinale hatten Regionalliga-Aufsteiger FT Braunschweig und der VfL Osnabrück bereits das Heimrecht getauscht.

„Wir zahlen eine erhebliche Summe an den Lüneburger SK“, stellte Kremer fest, wollte aber keine konkreten Zahlen nennen. Schon kurzfristig haben die neuen Gastgeber dem Gegner eine Übernachtung im Hotel Aselager Mühle in Herzlake besorgt.

Zufrieden mit dem positiven Verhandlungsergebnis zeigte sich auch Meppens Trainer Christian Neidhart. „Jetzt wollen wir natürlich den Weg in die 1. DFB-Pokalhauptrunde 2015/16 mit einem weiteren Erfolg ebnen“, lautet seine Vorgabe. Der SV Meppen hat sich durch Siege über den TuS Lingen (5:4 nach Elfmeterschießen), TV Uphusen (3:2) und Rotenburger SV (1:0) für das Halbfinale qualifiziert. Lüneburg schlug Havelse, Rehden und Bornreihe.


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