Verdientes 2:1 in Oldenburg Freude pur nach dem Meppener Derbysieg



Oldenburg. Wie eine Meisterschaft hat der SV Meppen am Sonntag den 2:1-Derbysieg (2:1) beim VfB Oldenburg gefeiert. Mit dem verdienten Erfolg rücken die Emsländer wieder auf den vierten Tabellenplatz vor. „Wir verabschieden uns mit einem Lächeln in die Winterpause“, erklärte Meppens zufriedener Trainer Christian Neidhart.

Nach dem Schlusspfiff stand der 46-Jährige mit der Mannschaft auf dem Zaun vor den begeisterten Fans. Knapp 250 waren per Zug nach Oldenburg gekommen. Max Kremer schwenkte die SVM-Fahne, Martin Wagner sorgte am Megafon für Stimmung. Ausgelassene Freude über einen wichtigen Erfolg. Der SV Meppen ist sieben Spiele in Serie ungeschlagen. Er hat nach 20 Partien 33 Punkte. Genauso viele wie vor einem Jahr.

„Das war ein gutes Spiel“, erklärte Kotrainer Jouke Faber lächelnd. VfB-Coach Predrag Uzelac bekannte, dass der SV Meppen präsenter war, mehr Zweikämpfe und zweite Bälle gewann. „Er ist einfach weiter als wir.“

Am Marschweg erreichten beide Mannschaften schnell Derby-Temperatur. Sie agierten giftig. Nach 13 Minuten zeigte der Unparteiische bei den Kapitänen nach einer Rudelbildung an der Mittellinie den gelben Karton. Etliche Kontrahenten standen sich Auge in Auge gegenüber. Es ging richtig zur Sache.

Zu diesem Zeitpunkt führte der Gast bereits. Stürmer Diego Rodriguez hatte bereits nach elf Minuten volley getroffen. Er nutzte einen der vielen Freistöße der Emsländer vor der Pause. Nach einem langen Ball von Theo Vogelsang enteilte Max Kremer der Oldenburger Abwehr und traf zum 2:0. Nach seinem elften Saisontor lief er direkt zur Fankurve.

Doch die Freude war noch nicht abgeebbt, da verkürzte der Gastgeber durch Paul Kosenkow. Ein überflüssiges Tor, das die Spannung wieder erhöhte. Doch Oldenburg verfügte in der gesamten Partie nur über wenige herausgespielte Chancen.

Anders die Meppener, die ordentlich kombinierten, aber die Aktionen zu selten zum Abschluss brachten. So hieß es zur Pause nur 2:1. „Wir hätten höher führen müssen“, erklärte Faber.

Nach gut einer Stunde schien der Dreier des SVM in Gefahr. Der Gast ließ sich ein wenig den Schneid abkaufen, kam aber wieder zurück ins Spiel. Der eingewechselte Viktor Maier, Martin Wagner und der vor der Pause sehr agile Marc Schnier verpassten gute Gelegenheiten. So blieb es länger spannend als nötig. Ärgerlich, dass Johan Wigger und Jens Robben nach der zehnten Gelben Karte im ersten Spiel 2015 gesperrt sind. Ein hoher Preis – aber immerhin für einen Derbysieg.


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