Gast feierte zuletzt drei Siege Eintracht Norderstedt kommt zum SV Meppen

Von Uli Mentrup

Eine 1:2-Niederlage kassierte der SV Meppen – auf dem Foto Ramiz Pasiov (l.) – beim Spiel der Hinrunde in Norderstedt. Sonntag treffen die Kontrahenten in der Hänsch-Arena aufeinander. Foto: ScholzEine 1:2-Niederlage kassierte der SV Meppen – auf dem Foto Ramiz Pasiov (l.) – beim Spiel der Hinrunde in Norderstedt. Sonntag treffen die Kontrahenten in der Hänsch-Arena aufeinander. Foto: Scholz

Meppen. Das war ein Signal! Vorjahresaufsteiger Eintracht Norderstedt hat in dieser Saison als erste Mannschaft den souveränen Regionalliga-Spitzenreiter Hamburger SV II geschlagen. Am Sonntag um 15 Uhr tritt der Klub aus Schleswig-Holstein in der Meppener Hänsch-Arena an.

17 Spieltage – also die komplette Hinrunde – war die HSV-Talentschmiede, die 14 Spiele gewonnen hat, unbezwingbar gewesen. Auch für den SV Meppen, der in Hamburg immerhin ein beachtliches 0:0 erreichte und seitdem ungeschlagen ist . Den ersten Sieg gegen die bisherige Übermannschaft aber feierte der Klub aus der benachbarten 75000-Einwohner-Kommune, in der das Nachwuchsleistungszentrum des Hamburger SV beheimatet ist. Obwohl mehrere Spieler fehlten, behauptete sich der Gastgeber deutlich mit 4:1 (2:0). Mit 0:4 hatte die Eintracht wenige Tage zuvor den 70-Minuten-Test gegen die Hamburger Bundesliga-Truppe verloren.

Der Regionalliga-Spitzenreiter, dessen Torjäger Ahmet Arslan schon in der Anfangsphase die Rote Karte sah, kam mit der robusten und kompromisslosen Spielweise der Norderstedter nicht zurecht. Die Eintracht, die im September und Oktober noch über sieben sieglose Spiele klagte, kletterte nach dem dritten Erfolg in Serie auf den siebten Tabellenplatz. Sie weist nur drei Zähler weniger auf als der SV Meppen, hat allerdings noch eine Partie weniger (bei Hannover 96 II) ausgetragen. Mit 24:29 ist die Torbilanz allerdings negativ.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Seeliger, der als Offensivspieler für Fortuna Düsseldorf, Eintracht Braunschweig, SC Freiburg, 1860 München, den VfL Wolfsburg und den FC St. Pauli insgesamt 86 Erst- und 239 Zweitligaspiele absolvierte, gilt als spielerisch stark. Gefährlichste Schützen sind der zumeist eingewechselte Jan Lüneburg und Philipp Koch (beide 5) sowie. Björn Nadler (4), der zwei seiner Treffer beim 2:1-Hinspielerfolg gegen den SV Meppen erzielte . Koch traf dreimal vom Elfmeterpunkt.

In den letzten drei Vergleichen mit dem SV Meppen sammelte Eintracht Norderstedt sieben von neun möglichen Punkten. Die Emsländer sind gewarnt.