Gemeinsame Saison 1996/97 Kaiserslautern-Fans zeigen Sympathien für Meppen

Von Uli Mentrup

Die Trainer in der Saison 1996/97: Otto Rehhagel (l.) und Pau Linz. Foto: Helmut KemmeDie Trainer in der Saison 1996/97: Otto Rehhagel (l.) und Pau Linz. Foto: Helmut Kemme

Meppen. Die Meppener Zweitliga-Zeiten sind unvergessen. Auch beim Gegner. Unter dem Motto „Is doch’n geiler Verein!“ erinnern die Red Angels, ein Fanklub des 1. FC Kaiserslautern, an die gemeinsame Saison 1996/97.

Legendär ist der 7:6-Erfolg von Kaiserslautern am 11. Juni 1997. Das Team von Trainer Otto Rehhagel feierte am mit 38000 Zuschauern ausverkauften Betzenberg die sofortige Rückkehr in die Erstklassigkeit. 4:0 (21.) und 7:3 (76.) führte der 1. FCK zwischenzeitlich (Tore: Olaf Marschall, 2, Thomas Riedl, 2, Uwe Wegmann, Jürgen Rische, Axel Roos), doch der SVM ( Christian Claaßen, 2, Robert Thoben , Marko Myyry , Thomas Kluge, Damir Bujan ) kam noch heran, wurde aber kein Spielverderber. Das Heimspiel hatten die Emsländer 2:1 gewonnen (Christian Claaßen, Markus von Ahlen – Martin Wagner). Daran erinnerten sie den Gegner mit einem Aufdruck auf den Trainingsshirts: „Ihr wart nur einmal in Meppen! SVM - FCK 2:1“. Eine Anspielung auf das Motto der Pfälzer am 17. Spieltag im Emsland: „Wir fahren nur einmal nach Meppen!“

„Wir haben bis heute noch in sehr positiver Erinnerung, in welch ausgelassener und friedlicher Stimmung die Fans beider Klubs gemeinsam am Betzenberg gefeiert haben“, heißt es im Schreiben der Red Angels (Motto: Wer mit Engeln spielen will, muss Flügel haben, wer den Teufel weckt, sollte das Feuer beherrschen!“) an den SVM. Also stellten sie im Fanclub-Magazin den damaligen Gegner vor. Ssie hätten „eine große Sympathie für den Underdog aus dem Emsland“.

Die FCK-Fans schildern ihre Eindrücke vom Meppener Spiel gegen Neumünster unter dem Titel „Robben auf dem Platz, Opernsänger in der Fankurve“. Sie erinnern dabei an die Meppener Tradition, beschreiben aber auch die „im besten Sopran“ erklingenden Anfeuerungsrufe sowie die gediegene familiäre Atmosphäre beim Sieg gegen Neumünster.

Die Red Angels jedenfalls hoffen, dass der „sympathische Klub aus dem Emsland vielleicht mal wieder in höheren Fußballgefilden“ spielt. Als Vorbild empfehlen sie die SVM-Zweitliga-Fußballerinnen. Wenn die Männer nachfolgen, dann könnten sie erneut auf den 1. FC Kaiserslautern und dessen freundschaftlich verbundenen Anhänger treffen.