„Weiteres Negativerlebnis verhindert“ SV Meppen: Zuschauerkommentare lähmten Spieler

Freute sich über die Unterstützung der treuen SVM-Anhänger aus dem Fanblock und kritisierte die bissigen Kommentare von der Tribüne: Christian Neidhart. Foto: ScholzFreute sich über die Unterstützung der treuen SVM-Anhänger aus dem Fanblock und kritisierte die bissigen Kommentare von der Tribüne: Christian Neidhart. Foto: Scholz

Meppen. Der SV Meppen hat ein weiteres Negativerlebnis verhindert. Das war nach zwei vorausgegangenen Niederlagen das wichtigste Ergebnis für Trainer Christian Neidhart nach dem 3:3 gegen Eintracht Braunschweig II.

Doch zufrieden war auch der Coach nicht mit dem Punkt. „Das ist unglücklich gelaufen mit zwei Eigentoren und dem späten Ausgleich in der 87. Minute .“ Aber der 45-Jährige hatte erkannt, dass in der kuriosen und interessanten Partie alles möglich war.

Nach dem 1:2 machte Neidhart sich einige Sorgen: Zwei Eigentore und einige bissige Kommentare von der Tribüne setzten seinen Kickern offenbar zu. Die Angst lähmte die Emsländer.

Beim 1:1 hätte Marcel Thomas, der bei seiner Saisonpremiere einen passablen Eindruck hinterließ, den Ball vor dem Aufsetzen annehmen können. „So hatte Kevin Landgraf die Arschkarte“, erkannte der Trainer. Da der Spieler auf der rechten Seite nicht wie erhofft mit Janik Jesgarzewksi harmonierte, musste er nach 26 Minuten den Platz für Hiromu Watahiki räumen. Der Japaner sorgte für Ordnung und schoss das 3:2.

Zufrieden zeigte sich Neidhart mit der Offensive. „Sie hat drei Tore herausgespielt und weitere Möglichkeiten erarbeitet“, sagte Neidhart. Diego Rodriguez, der Torschütze zum 2:2, „hat die Bälle gut gehalten“. Nach dem 3:2 verfügten die Gastgeber über Möglichkeiten, verpassten aber die Vorentscheidung. „Da hatte Braunschweig einige Probleme in der Abwehr.“

Weniger zufrieden zeigte sich der Coach mit seiner Defensive. „Daran müssen wir vor dem Spiel in Rehden arbeiten“, weiß er. Vor allem mit dem pfeilschnellen Gerit Holtmann kam der SVM nicht zurecht. Der Bremerhavener, der im Sommer ein Probetraining beim SVM absolvierte, aber den eigenen Talenten aus dem Jugendleistungszentrum den Platz nicht streitig machen sollte, wirbelte auf der linken Eintracht-Seite. „Ich hätte ihn gern gehabt“, sagte Neidhart.

Positiv wertete der Trainer, dass seine Spieler sich nach dem unglücklichen Rückstand selbst wieder ins Spiel kämpften. „Sie haben alles gegeben, auch wenn natürlich nicht alles geklappt hat.“


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