Zwei Eigentore gegen Eintracht Braunschweig II Kurioses Spiel: Fünf Tore des SV Meppen, aber nur 3:3!

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Meppen. Kurioses Spiel in der Hänsch-Arena: Der SV Meppen erzielte fünf von sechs Toren, kam aber über ein 3:3 (2:2) gegen Eintracht Braunschweig II nicht hinaus. Nach zwei Niederlagen ist wenigstens ein Punkt im Emsland geblieben.

„Wenn man fünf Tore schießt, muss man eigentlich gewinnen“, stellte Meppens Trainer Christian Neidhart fest. „Ein Sieg war möglich“, ärgerte sich Ko-Trainer Jouke Faber vor allem über den späten Gegentreffer zum 3:3.

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Neidhart hatte nach zwei Niederlagen in Folge mit sieben Gegentoren Umstellungen angekündigt. Und er hielt Wort. Mit Sebastian Schepers, Jens Robben, Kevin Landgraf und Marcel Thomas brachte er im Vergleich zur Startelf in Cloppenburg vier neue Akteure für Peter Gebben, Ramiz Pasiov, Hiromu Watahiki und den verletzten Marc Schnier. Nur Torwart Benni Gommert und Daniel Latkowski spielten dieselben Positionen wie vor einer Woche beim BVC.

Dabei erwischte der Gastgeber einen guten Start. Schon in der dritten Minute brachte Viktor Maier die Emsländer in Führung. Er setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und schloss eiskalt ab. Doch der Vorsprung währte gerade gute 120 Sekunden. Dann traf ausgerechnet Landgraf nach Freistoß des Ex-Meppeners Sven Hartwig ins eigene Netz.

In der Defensive offenbarten sich zu große Lücken. Die Meppener standen zu weit weg von ihren Gegenspielern, hatten aber Glück, dass die Eintracht-Youngster daraus selbst kein Kapital schlugen. Im Aufbau fanden die Gastgeber diese Räume nicht. Die Verunsicherung war nach einem weiteren Eigentor von Marcel Thomas perfekt. Die Einwechslung von Watahiki brachte etwas mehr Sicherheit. Die eine oder andere Kombination klappte. Eine davon nutzte Diego Rodriguez zum wichtigen Ausgleich noch vor der Pause. Danach wirkte der SVM couragierter und etwas stabiler. „Wir haben uns ins Spiel gekämpft“, stellte Neidhart fest, der zwei Eigentore in einem Spiel noch nicht erlebt hatte. Doch selbst die Führung durch Watahiki reichte nicht zum Dreier. Zwei, drei gute Gelegenheiten ließ der SVM liegen, fand aber in der Abwehr nicht die letzte Sicherheit und kassierte in der Schlussphase den ärgerlichen Ausgleich. „Ein Sieg hätte uns gutgetan“, betonte Neidhart. „Es war alles drin.“ Dabei waren die Grundvoraussetzungen nicht einfach: Maier lief trotz eines Todesfalls auf, Latkowski und Wigger gingen mit einer Grippe ins Spiel.


Tore: 1:0 Viktor Maier (3.), der sich am linken Flügel behauptet und den Ball an Keeper Engelhardt vorbei ins Netz hebt; 1:1 Kevin Landgraf (5., Eigentor), der den Ball nach Hartwig-Freistoß von der linken Seite ins eigene Tor befördert; 1:2 Marcel Thomas (23., Eigentor), der den Ball nach flacher Hereingabe von Holtmann von der linken Seite hoch ins eigene Tor knallt; 2:2 Diego Rodriguez (42.), der nach Balleroberung von Robben und Zuspiel von Maier Keeper Engelhardt aussteigen lässt; 3:2 Hiromu Watahiki (67.), der den Ball nach Hereingabe von Jesgarzewski und Verlängerung von Wagner ins Netz knallt; 3:3 Haris Hyseni (87.), der den Ball flach ins kurze Eck jagt,

Eingewechselt: 26.: 19 Watahiki für Landgraf; 74.: 8 Pasiov für Latkowski; 81.: 27 Fillinger für Maier

Auf der Bank: 30 Frerichs, 5 Ahillen, 6 Gebben, 24 Vogelsang.

Eintracht Braunschweig II: 1 Engelhardt - 22 Sauer, 13 Kierdorf, 3 Slamar, 20 Göwecke - 7 Ilter, 10 Hartwig - 18 Drinkuth (70.: 16 Behrens), 9 Holtmann (90. Marquardt) - 19 Baer, 6 Kluft (71.: 11 Hyseni) – Beste Spieler: Holtmann, Ilter

Gelb: Latkowski (32., Foul an Baer Mitte der Eintracht-Hälfte) / Hartwig (20., nach Foul an Thomas am Mittelkreis). - Zuschauer: 1139

Schiedsrichter: Christian Scheper (SV Emstek).

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