Schepers in der Startformation SV Meppens Trainer Neidhart kündigt Veränderungen an

Von Uli Mentrup

In der Meppener Startformation gegen Eintracht Braunschweig II steht am Freitagabend wieder Sebastian Schepers. Der kampfstarke Linksfuß war in Cloppenburg nach längerer Verletzungspause eingewechselt worden. Foto: Werner ScholzIn der Meppener Startformation gegen Eintracht Braunschweig II steht am Freitagabend wieder Sebastian Schepers. Der kampfstarke Linksfuß war in Cloppenburg nach längerer Verletzungspause eingewechselt worden. Foto: Werner Scholz

um Meppen. „Sieben Gegentore in zwei Spielen kann man so nicht stehen lassen“, stellt Meppens Trainer Christian Neidhart fest. Deswegen wird es beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II am Freitag um 19 Uhr in der Hänsch-Arena Veränderungen in der Mannschaft geben. Eine weitere Enttäuschung will der Klub unbedingt vermeiden.

Eine Umstellung ist klar: Für den verletzten Marc Schnier wird der bereits in Cloppenburg eingewechselte Sebastian Schepers in der Mannschaft bleiben . Der dynamische Linksfuß hat seine Verletzung überstanden.

Doch es deuten sich weitere Wechsel an. „Andere Spieler melden Ansprüche an. Die sagen, das hätte ich besser gemacht“, beschreibt Neidhart den Konkurrenzkampf im Kader.

Veränderungen scheinen eher in der Defensive möglich. Dort hat Kevin Landgraf in den ersten Saisonspielen überzeugt. Marcel Thomas brennt nach seiner Rückkehr aus Lotte auf seine Saisonpremiere für den SVM . Der 21-Jährige fühlt sich topfit. Er könnte eine Position in der Innenverteidigung übernehmen. Ob dann Johan Wigger wieder auf die angestammte Sechser-Position rückt oder ob Peter Gebben seinen Platz räumen muss, das ließ Neidhart offen.

Jens Robben, der beim 0:4 in Cloppenburg nach der fünften Gelben Karte gesperrt war und von der Ersatzbank zuschaute, ist sicher ein Kandidat für die Startformation. Der Mittelfeldspieler musste nach schwacher Vorstellung gegen Bremen öffentliche Schelte vom Trainer einstecken. „Er hat die vier Wochen vorher überragend gespielt. In der Verfassung ist er wichtig für uns“, sagt Neidhart.

Der Coach weiß natürlich, dass nicht die Viererkette allein verantwortlich ist für Niederlagen. Auch Leistungsträger wie Martin Wagner oder Daniel Latkowski waren von ihrer Normalform zuletzt weit entfernt. Max Kremer, der gefährlichste Torschütze der vergangenen Serie, fällt weiter verletzt aus. In der Offensive dürfte es bestenfalls wenige Umstellungen geben. Es ist gut vorstellbar, dass Ramiz Pasiov und Diego Rodriguez nicht zusammen in der Startformation stehen.

Nicht dabei sind neben Kremer, Schnier und dem Langzeitverletzten Innenverteidiger Robin Twyrdy auch Thorben Deters, der diese Woche wegen eines Lehrgangs zum freiwilligen sozialen Jahr beim Training fehlte, und Lars Huxsohl, der sein Studium in Lingen begonnen hat. Theo Vogelsang hat den Rückstand nach längerer Pause noch nicht wettgemacht.

Hurra-Fußball wird der SVM nach zwei Niederlagen kaum zeigen. Die Defensive soll stabilisiert werden gegen einen Gegner aus Braunschweig, der bei der Niederlage gegen Hannover 96 II mit Matthias Henn, Salim Khelifi, Gianluca Korte und Björn Kluft vier Akteure aus dem Profikader aufgeboten hat . Für die Meppener heißt es, die Fehler abzustellen, über Moral, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft ins Spiel zu kommen.

Über die beiden schwachen Vorstellungen gegen Bremen II und in Cloppenburg habe sich auch die Mannschaft extrem geärgert, sagte Neidhart. „Sie will den Zuschauern eine andere Leistung bieten.“

„Es kann nicht plötzlich alles schlecht sein, was vorher gut war. Es gibt keine Krise, sondern höchstens eine Ergebniskrise“, stellt Neidhart fest. Die soll Freitag beendet werden, um im Umfeld wieder für bessere Stimmung zu sorgen. „Man gesteht uns offenbar keine zwei Niederlagen zu.“ Dabei könne der SVM das Saisonziel „Platz vier“ immer noch erreichen. „Niemand konnte erwarten, dass wir diese Saison aufsteigen“, vermutet der Trainer bei einigen Anhängern zu hoch gesteckte Erwartungen.

„Wir sind nur vier Punkte von Platz zwei entfernt“, sagt Andreas Kremer. „Aber gegen Braunschweig brauchen wir einen Sieg“, weiß der Vorstandssprecher, der in Sachen Prämien „auf ein Feedback der Mannschaft wartet“ und auf eine genaue Regelung noch an diesem Wochenende setzt.