Neidhart doppelt angefressen SV Meppen vorne und hinten wirkungslos

Von Uli Mentrup

Nichts zu  bestellen hatte der SV Meppen gegen den dreifachen Torschützen Andreas Gerdes-Wurpts (M.). Foto: Werner ScholzNichts zu bestellen hatte der SV Meppen gegen den dreifachen Torschützen Andreas Gerdes-Wurpts (M.). Foto: Werner Scholz

Cloppenburg. Christian Neidhart war nach der Meppener Niederlage vor seiner Haustür in Cloppenburg richtig angefressen: zum einen über die Leistung seiner Elf vor allem in der ersten Halbzeit, zum anderen über Sticheleien bei der Pressekonferenz. „Da fehlte mir der Respekt.“

Nach der 0:4-Schlappe ärgerte den 45-Jährigen, dass er die Situationen vor den Gegentreffern in der Woche mehrfach angekündigt hatte. Als Tim Wernke vor dem 0:1 durchs Meppener Mittelfeld marschierte, erinnerte sich offenbar niemand daran, den Stürmer frühzeitig zu stellen. „Und dann macht Andreas Gerdes-Wurpts alles richtig .“ Die Fehler in der SVM-Innenverteidigung wunderten auch Cloppenburgs Trainer Jörg-Uwe Klütz. Ausrechenbar fand er auch die Meppener Angriffe.

„Bei mir brodelte es“, erklärt Neidhart. Es passte beim SVM hinten nicht, und nach vorn blieb er wirkungslos. Auch die Standards verpufften. Für den Coach unerklärlich.

Nach zwei Niederlagen in Folge – die kassierte der SVM in der vergangenen Serie jahresübergreifend nur in Bremen und gegen Havelse – ist Meppen nur noch Mittelmaß. Aber der Trainer griff die Spieler anders als nach dem 1:3 gegen Werder nicht an. Jetzt gelte es, einen Negativlauf zu verhindern. Den Hebel muss er in der Defensive ansetzen, die nicht überzeugte. Mit Sergej Schmik, Chris Meier und Alex Hahn hat der SVM hier Personal verloren, weil finanzielle Mittel fehlten. Ziel bleibe dennoch Platz vier. Am Freitag gegen Eintracht Braunschweig II dürfte es Umstellungen geben. „Wir sind in einer schwierigen Phase.“ Zwei Wochen fällt Marc Schnier aus. Statt eines Mittelfußbruchs wurde eine Prellung diagnostiziert.

Glücklich über seinen ersten Erfolg gegen den SVM war Daniel Olthoff, der lange Jahre in Meppen spielte. „Wir waren einfach zielstrebiger“, befand der 23-Jährige.