Rodriguez trifft doppelt SV Meppen feiert in Lüneburg dritten Sieg in Serie

Von Uli Mentrup


Bardowick. Bessere Werbung hätte der SV Meppen vor dem Duell gegen Werder Bremen II am Freitag in der Hänsch-Arena nicht machen können: Verdient setzten sich die Emsländer 3:1 (2:1) in Bardowick gegen Aufsteiger Lüneburger SK Hansa durch: der dritte Dreier in Serie.

Und der war kaum einmal gefährdet. Denn mit zumeist ordentlichem Passspiel und vor allem dem schnellen Umschalten von der Defensive auf die Offensive stürzten die Emsländer den Gegner in Verlegenheit. Der LSK verzeichnete zudem viele Ballverluste schon beim Aufbauspiel in der eigenen Hälfte.

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Die Emsländer gingen schon früh in Führung: Nach der Balleroberung passte der agile und kaum zu bremsende Viktor Maier den Ball diagonal zu Daniel Latkowski, der seinen Gegenspielern enteilte, Torwart Maximilian Wulf ausspielte, aber zu weit nach außen kam. Aber nach seinem Zuspiel wurde Martin Wagner im Strafraum zu Fall gebracht. Den Strafstoß nutzte Diego Rodriguez zur Führung.

Buenos Diaz, Lüneburg!, hieß es auch beim 2:0. Denn nach 34 Minuten traf der Deutsch-Spanier erneut. „Das war super herausgespielt, noch besser als beim 1:0“, stellte Trainer Christian Neidhart fest. Janik Jesgarzewski setzte sich nach mustergültigem Konter auf der rechten Seite durch. Die Hereingabe verwertete Rodriguez volley. „Das haben wir im Abschlusstraining geübt, da ging aber jeder Ball in den Wald. Also musste es im Spiel klappen“, grinste Neidhart.

Allerdings büßte der SVM den beruhigenden Vorsprung nur sechs Minuten später ein. „Ich hätte schon vor dem Spiel sagen könne, dass Hedon Selishta trifft“, hatte der Trainer bereits befürchtet, dass ausgerechnet der Ex-Meppener treffen würde. Das war beim Wechsel von Timo Scherping nach Cloppenburg nicht anders gewesen. Selishta war hoch motiviert, der beste Lüneburger. Er nutzte die einzige LSK-Chance und machte das Spiel wieder spannender.

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Nach der Pause kämpften die Lüneburger und sorgten zunächst für Druck. Doch mit einer feinen Einzelleistung, bei der er die Abwehr uralt aussehen ließ, sorgte Maier für die Entscheidung.

„Hier passiert nichts mehr“, wusste SVM-Verwaltungsrat Dieter Barlage schon nach gut einer Stunde. „Eine richtig abgezockte Mannschaft hätte Lüneburg auseinander genommen“, stellte Neidhart fest. So weit ist seine Mannschaft noch nicht. Aber sie scheint auf einem guten Weg.