Vor dem Derby gegen Oldenburg Alexander Hahn verlässt den SV Meppen

Einsatz ist gefragt beim Derby in Oldenburg. Sebastian Schepers ist der einzige Akteur aus der aktuellen Viererkette des SV Meppen, der auch in der nächsten Saison bei den Emsländern unter Vertrag steht. Foto: Werner ScholzEinsatz ist gefragt beim Derby in Oldenburg. Sebastian Schepers ist der einzige Akteur aus der aktuellen Viererkette des SV Meppen, der auch in der nächsten Saison bei den Emsländern unter Vertrag steht. Foto: Werner Scholz

Meppen. Das Ziel von Meppens Trainer Christian Neidhart ist vor dem zweiten Duell dieser Regionalligasaison gegen den VfB Oldenburg (Sonntag, 14.30 Uhr, Marschwegstadion) gleich geblieben: „Wir wollen unseren Fans den Derbysieg schenken. Das wäre das i-Tüpfelchen auf einer tollen Rückrunde.“ Alex Hahn wird dabei zum vorletzten Mal für den SVM auflaufen.

In der Hinrunde verpassten die Emsländer im hochklassigen „Fernsehspiel“ vor 5115 Zuschauern den Dreier. Kai Pröger und Nils Laabs nutzten SVM-Fehler. Jens Robben , der Mann des Spiels, glich zweimal aus.

Auch wenn es nicht mehr um den Aufstieg geht, reizt das Derby: Der Gastgeber, der in der Hinrunde 13 Spiele in Folge nicht verloren hat, empfiehlt sich aktuell durch fünf Siege in Serie (18:2 Tore). Der SVM hat den Schwung der Hinrunde wiedergefunden. Er ist seit sechs Spielen ohne Niederlage und gewann zuletzt dreimal in Folge (9:0). Der Rückstand auf den VfB auf Rang drei beträgt vier Punkte.

Christian Neidhart sah zuletzt eine eher defensiv orientierte Oldenburger Mannschaft beim 1:0 gegen Rehden (23. Saisontor von Addy-Waku Menga). Der 45-jährige SVM-Coach, der gelegentlich als möglicher Nachfolger vom scheidenden VfB-Coach Alexander Nouri genannt wird, hat in Meppen noch einen Vertrag. Der ist aber nach seinen Angaben für die nächste Serie nur als Sportlicher Leiter fixiert. Da scheint es Gesprächsbedarf zu geben.

Sonntag muss der SVM auf jeden Fall umstellen. Kapitän Johan Wigger ist gesperrt. Die erste Rote Karte in dieser Serie sah er im Hinspiel. Neidhart hat verschiedene Möglichkeiten: Neben Daniel Latkowski könnte Hiromu Watahiki spielen. Hahn könnte aus der Innenverteidigung vorrücken. Denkbar ist aber auch, dass Robben den Part übernimmt.

Mit Alex Hahn steht nach Aussagen des Trainers ein weiterer Abgang fest. Der Abwehrrecke wechselt nach Saarbrücken. Ein konkretes Angebot des SVM lag ihm noch nicht vor. Mit Hahn, Sergej Schmik und Chris Meier stehen in der nächsten Saison drei Stützen aus der Viererkette nicht mehr zur Verfügung. „Das ist heftig“, weiß Neidhart. Dabei scheint sich ein Wechsel von Peter Gebben (U23 Twente) zum SVM anzubahnen.

Als positiv wertet Meppen die Signale von Daniel Latkowski und Ramiz Pasiov . „Sie wollen unterschreiben“, sagt der Trainer. Zudem könnte auch der junge Viktor Dak bleiben. Dann sind nach Neidharts Angaben die aktuellen Möglichkeiten ausgeschöpft. Der Kader würde dann 20 Spieler umfassen, darunter fünf (ehemalige) A-Jugendliche.

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Die Meppener Kaderplanung

Der Meppener Kader für die nächste Saison umfasst jetzt 16 Spieler. Aus dem aktuellen Kader Benni Gommert, Johan Wigger, Sebastian Schepers, Martin Wagner, Max Kremer, Jens Robben, Hiromu Watahiki, Robin Twyrdy, Viktor Maier, Marc Schnier, Hannes Frerichs und Markus Rohe, der noch ein Jahr in der Jugend spielen darf, sowie aus dem Jugendleistungszentrum Jan-Luca Ahillen, Thorben Deters, Christian Düker und Lars Huxsohl, der noch ein Jahr beim Nachwuchs auflaufen kann.

Die Aussichten, dass Daniel Latkowski, Viktor Dak und Ramiz Pasiov in Kürze zusagt, sollen gut sein. In guten Gesprächen sind die Emsländer mit Peter Gebben (Twente Enschede U23).

Neben Sergej Schmikund Chris Meier wird auch Alex Hahn den SVM definitiv verlassen. Offen ist die Zukunft von Marius Krumland, Mirhudin Kacar, Micha Langreder und Hedon Selishta. Ihnen sollen keine Angebote des SVM vorliegen.

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