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Nachwuchs-Leistungszentrum in Meppen: Empfehlung für Talente mit Qualität Stützpunkttraining gute Voraussetzung

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Meppen. Reges Interesse am Leistungszentrum für den Nachwuchs, das der Fußballkreis Emsland in Meppen installiert, registriert der Vorsitzende des Lehrausschusses Ansgar Lammers. Er ist zufrieden, dass in den aktuellen Leistungskadern der A-, B- und C-Junioren des SV Meppen bis zu 80 Prozent der Spieler an den Stützpunkten in Baccum und Sögel gefördert wurden und werden. „Ein gutes Ergebnis“, verweist Lammers darauf, dass die Unterstützung der Talente am Leistungszentrum noch größer wird.

Der Vorsitzende des Lehrausschusses erwartet, dass sich die Kader nach regionaler Herkunft der Spieler verändern werden. In der C-Jugend nehmen 17 von 20 Spielern des SVM am Stützpunkttraining teil. Das Gros in Sögel. Es kommen nur zwei Kicker aus dem Altkreis Lingen, aber acht aus Aschendorf-Hümmling. Künftig dürften mehr Spieler vom Stützpunkt Süd in Richtung Meppen wechseln. Im Altkreis Lingen sind die meisten Klubs mit Jugendteams auf Bezirksebene beheimatet.

Bei der B- (22 Spieler, mindestens 15 mit Stützpunkterfahrung, davon etwa 60 Prozent Sögel) und der A-Jugend (20, etwa die Hälfte mit Stützpunkterfahrung zu gleichen Teilen in Sögel und Baccum) rechnet Lammers mit verstärkten Anfragen aus den Nachbarkreisen wie der Grafschaft Bentheim, Cloppenburg oder Leer. Nur zwei Spieler aus der jetzigen SVM-A-Jugend kommen nicht aus dem Emsland.

In den nächsten Wochen werden die Trainer der Stützpunkte Baccum und Sögel, DFB-Stützpunktkoordinator Jürgen Baetzold sowie die Trainer der SVM-Leistungsmannschaften beraten, für welche Spieler der Anschluss ans Leistungszentrum sinnvoll ist. „Wir werden es allen empfehlen, die die Qualität haben“, sagt Lammers, der bei einigen Vereinen noch gelegentlich Widerstand gegen die Ansiedlung des Zentrums beim SV Meppen spürt. Am Ende entscheiden Spieler und Eltern, ob sie der Empfehlung folgen. Im Leistungszentrum werden nicht nur Spieler von den Stützpunkten aufgenommen. Andere können sich etwa durch ein Probetraining empfehlen.

In den Stützpunkten werden D- und C-Junioren vor allem in ihrer individuellen Entwicklung gefördert. Bei der Ausbildung der B- und A-Junioren sind allein die Vereine gefordert. Im neuen Leistungszentrum, das am 1. Juli mit rund 60 Talenten – später kommt noch eine U23 dazu – die Arbeit aufnehmen wird, soll die Qualität deutlich verbessert werden. Wichtig sind für Lammers etwa Laufschule und Laufkoordination sowie bessere medizinische und therapeutische Bedingungen. Geplant ist die Kooperation mit Schulen. Mit einem Gymnasium und einer Realschule würden Gespräche geführt.

Zurzeit gibt es nach Aussagen von Lammers viele Anfragen von Spielern bis zum D-Jugend-Alter, die zum SV Meppen wechseln wollen. „Die jungen Spieler sollen in ihren Heimatklubs bleiben“, verweist er darauf, dass es für den SVM Bedingung sei, keine Spieler unterhalb der U14 außer beim Wohnortwechsel aufzunehmen und dass die Mannschaften im Breitenfußball mit Kindern und Jugendlichen aus Meppen selbst besetzt würden.

Lammers geht davon aus, dass vom Nachwuchsleistungszentrum alle emsländischen Vereine profitieren. Denn es würden nicht nur Spieler in Richtung Meppen wechseln, sondern andere gut ausgebildete Sportler auch den umgekehrten Weg gehen, wenn sie das hohe Niveau nicht halten könnten. „Wir werden ihnen empfehlen, sich starken Vereinen anzuschließen“, regt der Lehrbeauftragte zumindest indirekt einen Wettbewerb unter den Klubs an. „Sie können sich anbieten.“


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