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Umfangreiche Analyse Feuerwehrbedarfsplan für Samtgemeinde Spelle vorgestellt

Von Felix Reis, Felix Reis | 14.06.2016, 17:40 Uhr

Dass die Feuerwehren Spelle, Venhaus, Schapen und Lünne der Samtgemeinde Spelle gut aufgestellt sind, ist hinreichend bekannt. Dieses wurde jetzt auch durch die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans untermauert, der den Feuerwehrleuten und Gästen bei einem Zusammentreffen erläutert wurde. Außerdem standen bei der Veranstaltung Ernennungen und Verabschiedungen von Feuerwehr-Führungskräften auf dem Programm.

„Ich freue mich, neben den aktiven Mitgliedern auch Kameraden aus den Alters- und Ehrenabteilungen begrüßen zu können“, sagte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Sein Gruß galt auch den Führungskräften der Feuerwehr sowie zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung. Besonders begrüßte er den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Spelle-Venhaus unter der Leitung von Reinhold Thale.

„Der Feuerwehrbedarfsplan ist vom Samtgemeinderat im letzten Jahr einstimmig in Auftrag gegeben worden“, sagte Hummeldorf. „Damit haben wir fundierte Aussagen zur strategischen Aufstellung unserer Feuerwehren in der Hand.“ Anhand einer übersichtlichen Präsentation erläuterte Christian Oebel von der Firma Luelf & Rinke Sicherheitsberatung Auszüge aus dem Plan.

Schutzziele und deren Erreichung

„Der wichtigste Abschnitt im Feuerwehrbedarfsplan ist das Schutzziel und dessen Zielerreichung“, erläuterte Christian Oebel. Hier würde festgelegt, in welchem Zeitraum wie viel Leute an der Einsatzstelle sein müssen und in wieviel Prozent der Fälle dies erreicht werden muss. „Das setzte natürlich voraus, dass eine umfangreiche Analyse und Erhebung von Daten in der Samtgemeinde durchgeführt werden musste“, fuhr er fort. Dazu gehörte beispielsweise, wie hoch und wo das Risikopotential in der Samtgemeinde ist, wie es mit dem Fahrzeugbestand aussieht, wann Ersatzbeschaffungen geplant sind und wie es um die Mannschaftsstärke der vier Feuerwehren steht. Dabei seien die Tagesverfügbarkeit bei einem Einsatz und die Ausrückzeit wichtige Punkte. Auch die vorhandenen zwei Jugendfeuerwehren spielten in der Personalplanung eine entscheidende Rolle.

Gutes Ergebnis

„Der kommunale Brandschutz der Samtgemeinde Spelle kann weiterhin durch die vier leistungsfähigen Freiwilligen Feuerwehren sichergestellt werden“, fasste Christian Oebel zusammen. Es müssten aber unter anderem Verbesserungen in der Tagesverfügbarkeit werktags erreicht werden. Bauliche An- oder Umbauten in den Standorten Spelle, Schapen und Venhaus sowie Fahrzeug-Ersatzbeschaffungen in Lünne, Schapen und Venhaus seien zu überprüfen.

Verabschiedungen und Ernennungen

Als nächster Punkt standen Veränderungen in der Führungsspitze der Feuerwehren an. Bernhard Hummeldorf und Gemeindebrandmeister Alois Wilmes verabschiedeten Kreisbereitschaftsführer Karl Felix nach zehnjähriger Tätigkeit. Michael Heskamp erhielt seine Ernennung zum stellvertretenden Gemeindebrandmeister. Werner Rickling stand nach 18-jähriger Tätigkeit als Lünner Ortsbrandmeister nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Carsten Helming, Frank Büssemaker sein Stellvertreter. Als stellvertretender Ortsbrandmeister in Schapen erhielt Heinz Bürsken seine Ernennungsurkunde.

In ihren Grußworten begrüßten Kreisdezernent Marc-André Burgdorf, Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff und Gemeindebrandmeister Alois Wilmes die Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans.

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