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Polizeichef in Spelle im Ruhestand Kollegen werden Kompetenz von Timmer vermissen

Von Ludger Jungeblut | 01.02.2017, 07:30 Uhr

Der Leiter der Polizeistation Spelle, Erster Polizeihauptkommissar Franz Timmer (62), wechselt an diesem Mittwoch in den Ruhestand. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Kriminalhauptkommissar Helmut Knieper.

Mehr als 41 Jahre war Timmer im Polizeidienst tätig. Am Sonntag wurde er im Kreise der Kollegen verabschiedet. „Ich wollte schon nach der Mittleren Reife zur Polizei“, erinnerte sich am Dienstag an seinem letzten Arbeitstag der gebürtige Lescheder. Sein Vater habe ihn aber gedrängt, erst das Abitur abzulegen, was er dann auch getan habe.

Am 1. September 1975 Eintritt in den Polizeidienst

Am 1. September 1975 begann er seine polizeiliche Ausbildung in der Polizeischule Bad Iburg. Es folgten Stationen bei der Bereitschaftspolizei Oldenburg und beim zweiten Polizeirevier in Oldenburg. Ab 1. April 1978 begann er seinen Dienst in der Polizeidienststelle in Freren. Am 1. Februar 1981 beendete der junge Polizeibeamte erfolgreich die Ausbildung zum gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Verwendung auf verschiedenen Dienstposten

Von 1982 bis 1990 war Timmer als Dienstschichtleiter in der Lingener Polizeiwache eingesetzt. Doch damit war die Karriere noch nicht zu Ende: Von 1990 bis 1998 leitete er die Polizeistation Salzbergen und von 1998 bis 2000 das Polizeikommissariat Haselünne. Von 2000 bis 2010 war er Chef des Einsatz- und Streifendienstes in Lingen und führte zudem die Hundertschaft der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, bevor er im November 2010 die Leitung der Polizeistation Spelle übernahm. Diese ist im Zusammenwirken mit den nachgeordneten Dienststellen in Salzbergen, Freren, Emsbüren und Lengerich für den gesamten Altkreis Lingen mit Ausnahme der Stadt zuständig.

„Die Kollegen in Lingen sind top ausgebildet“

Großen Dank zollte er seinem Team in Spelle für die langjährige Unterstützung. Die Polizeistation leiste anerkanntermaßen gute Arbeit. „Die Kollegen sind top ausgebildet.“ Bei der Leitung sei er von Helmut Knieper und Karsten Wagner hervorragend unterstützt worden.

Als Helfer für die Bürger gesehen

Knieper und Wagner werden die Kompetenz und große Erfahrung ihres Vorgesetzten vermissen, wie sie betonten. Timmer selbst sah sich nicht nur als Strafverfolger, sondern vor allem als Helfer für die Bürger. „Beim Thema häusliche Gewalt versucht die Polizei zum Beispiel immer auch, Wege aus der bedrückenden Situation aufzuzeigen.“ Schwer werde es für einen Polizeibeamten immer dann, wenn er eine Todesnachricht überbringen müsse.

Ausdrücklich hob er die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen hervor und nannte beispielhaft den Speller Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. So stelle die Samtgemeinde zum Beispiel als direkter Nachbar bei Bedarf den Sitzungssaal im Rathaus für größere Besprechungen zur Verfügung.

Im Ruhestand mehr Zeit für seine Söhne

Timmer freut sich darauf, im Ruhestand mehr Zeit für seine Söhne im Alter von vier und fünf Jahren zu haben. Seine Ehefrau Dr. Hannah Timmer ist Leiterin des Polizeikommissariats Nordhorn.

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