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Kommentar Hilfsaktion war gemeinschaftsprägend

Von Thomas Pertz | 03.06.2016, 10:51 Uhr

Die Hilfsaktion Krupitsa wird in der jüngeren Geschichte der Samtgemeinde Spelle als gemeinschaftsprägende Aktion von Bürgern mit viel Herzblut, gepaart mit deutscher Gründlichkeit, in guter Erinnerung bleiben.

Einer der Motoren damals war sicherlich Josef Löcken. Als Bürgermeister und Samtgemeindebürgermeister trieb er mit hohem persönlichen Engagement die Aktion voran und trat den Behörden in Weißrussland mehrfach auf die Füße, um den Menschen in dem kleinen Dorf eine bessere gesundheitliche Versorgung zu ermöglichen.

Aber Löcken war es natürlich nicht alleine. Die Unterstützung aus der Verwaltung, die Vielzahl kleiner und großer Geld- und Sachspenden und nicht zuletzt Handwerker aus der Samtgemeinde, die ihren Urlaub opferten, um 1500 Kilometer weiter östlich mit emsländischer Wertarbeit das Projekt zu vollenden, trugen maßgeblich mit zur Realisierung bei. Sie alle waren Mosaiksteine in einem Bild, das auch 20 Jahre später noch keine Kratzer hat.

Die Ärztegemeinschaftspraxis in Krupitsa funktioniert nämlich auch heute noch trotz totalitärer politischer Rahmenbedingungen. Das ist das größte Dankeschön an alle Beteiligten von damals.