Ein Artikel der Redaktion

Im St.-Ludgerus-Kindergarten Neue Krippengruppe in Schapen

Von Anne Bremenkamp | 12.09.2013, 19:37 Uhr

Nestwärme, das ist das wohlige Gefühl von Vertrauen, Sicherheit, Zuwendung und Geliebt-Sein, das stark fürs Leben macht. Im „Mäusenest“ in Schapen lässt es sich behütet groß werden, denn in der neuen Krippengruppe des St..-Ludgerus-Kindergartens finden bis zu 15 Kinder zwischen einem und drei Jahren ein liebevolles und altersgerecht förderndes zweites Zuhause.

„Wir möchten den uns anvertrauten ,Mäusekindern‘ Wurzeln und Flügel schenken, damit sie aus der Geborgenheit heraus zu eigenständigen Persönlichkeiten heranwachsen können“, betonte Kindergartenleiterin Judith Holtkamp im Rahmen der Krippeneinsegnung. Ebenso wie ihre Stellvertreterin Ursula Schwake, für die die Einrichtung der Krippe in den letzten Monaten zu einer echten Herzensangelegenheit wurde, zeigte sich Judith Holtkamp begeistert von dem Neugeschaffenen, in dem sich die kleinen „Mäuse“ bereits im August wohlig eingenistet haben. Für Gesamtkosten von etwa 305000 Euro ist nach Plänen des Architekten Georg Kimmer auf 140 Quadratmetern Eroberungsfläche ein wahres Kinderparadies mit viel Platz zum Spielen und Lernen, Leben und Lachen entstanden.

Das eigens für die Krippenkinder abgetrennte Außengelände lädt ebenfalls zum Erleben und Entdecken ein. An den Baukosten beteiligten sich das Land Niedersachsen mit 105000 Euro, das Bistum Osnabrück mit 42800 Euro und der Landkreis Emsland mit 40400 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde Schapen betrug gut 116000 Euro. „Schapen als familienfreundliche Gemeinde mit viel Lebensqualität hat in die Zukunft investiert“, verwies Bürgermeister Karlheinz Schöttmer darauf, dass Schapen mit einer 75-prozentigen Betreuungsquote für unter Dreijährige eine Spitzenposition im Emsland einnehme. Mit nunmehr fünf Kinderkrippen sei man auch auf Samtgemeindeebene hervorragend aufgestellt. „Was für uns Große nur Steine und Mauern sind, das bedeutet für die Kleinsten die Welt, die sie entdecken“, würdigten Andreas Reinartz vom Bischöflichen Generalvikariat und Maria Wecks als Fachberaterin der Caritas die rundum gelungene Baumaßnahme. Auch für die rund 70 „großen“ Schapener Kindergartenkinder war die im April begonnene Baumaßnahme ein großes Abenteuer. Architekt Georg Kimmer zeigte sich überzeugt: „Ich glaube, hier wurden in den letzten Monaten viele Kinder fürs Handwerk begeistert.“

„Es ist unser aller Aufgabe, stets ein schützendes Augenmerk auf die Kleinsten unserer Gemeinschaft zu haben, denn ohne sie gibt es keine Zukunft“, stellte Pastor Daniel Brinker das Mäusenest als fröhlichen Ort des Spielens und Lernens unter den Segen Gottes.