21,6 Millionen Euro investiert Hafen Spelle-Venhaus wichtige Logistikdrehscheibe

Eine Erfolgsgeschichte“ ist in der Samtgemeinde Spelle der Ausbau des Hafens im Ortsteil Venhaus zur Logistikdrehscheibe im südlichen Emsland. Foto: Norbert GaßnerEine Erfolgsgeschichte“ ist in der Samtgemeinde Spelle der Ausbau des Hafens im Ortsteil Venhaus zur Logistikdrehscheibe im südlichen Emsland. Foto: Norbert Gaßner

Spelle Zu einer Logistikdrehscheibe im südlichen Emsland hat sich der Hafen Spelle-Venhaus entwickelt.

Unübersehbar ist der Hinweis an der B70 nahe der Grenze zwischen Niedersachsen und NRW auf den Hafen Spelle-Venhaus als wichtige Logistikdrehscheibe der Region.

Dieser ist mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals 1899 als Parallelhafen für eine Schiffslänge entstanden.

Stichhafen in den 1970-er Jahren angelegt

In den 1970er-Jahren wurde ein Stichhafen angelegt und der Parallelhafen erneut verlängert. 1978 wurde schließlich die Betreibergesellschaft, die heutige Hafen Spelle-Venhaus GmbH als „Tochter“ der Gemeinde und Samtgemeinde Spelle, gegründet. Angesichts des geplanten Kanalausbaus für Großmotorgüterschiffe begannen 2006 die Planungen zur Hafenerweiterung. In drei Abschnitten und vier Jahren Bauzeit wurden bis 2016 rund 17 zusätzliche Hektar Gewerbefläche erschlossen, eine 720 Meter lange Kaianlage mit einer 50 Meter breiten Umschlagfläche sowie eine Bahnanbindung geschaffen.

9,2 Millionen Euro an Eigenmitteln aufgebracht

Die Gesamtkosten dieses „Jahrhundertprojektes“ belaufen sich auf rund 21,6 Millionen Euro, die durch den Landkreis Emsland und das Land Niedersachsen in Verbindung mit der Europäischen Union gefördert wurden, sodass 9,2 Millionen Euro an Eigenmitteln eingebracht werden mussten.

Im vorigen Jahr 730.000 Tonnen umgeschlagen

Durch die Anbindung an die Verkehrsträger Straße, Wasser und Schiene ist eine bedeutende Logistikdrehscheibe für die Region entstanden. Dieses spiegeln auch die Umschlagszahlen wider: Wurden vor zehn Jahren noch 340.000 Tonnen Schiffsgüter umgeschlagen, waren es 2016 bereits 730.000 Tonnen.

Auch der Transport per Bahn nimmt ständig zu

Auch der Transport per Bahn nimmt seit Inbetriebnahme Ende 2016 stetig zu: Bis Ende September 2017 wurden bereits 65.000 Tonnen transportiert. Dank dieser Entwicklung ist die Zahl der Arbeitsplätze von 120 im Jahr 2007 auf heute rund 270 angestiegen. Die positive Entwicklung im Hafen hält unvermindert an: So gibt es bereits Pläne zur Verlängerung des Stichhafens und zur Erweiterung der Gleisanlage.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN