56 Starter und beste Bedingungen Aufsitzrasenmäher mit bis zu 60 PS bei Rennen in Lünne

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Lünne. Angereist aus Deutschland und Holland haben am Samstag 56 Frauen und Männer auf ihren bis zu 60 Pferdestärken hochgetunten Aufsitzrasenmähern unter idealen Bedingungen in Lünne Runde für Runde auf dem präparierten Rapsfeld die 640-Meter-Rennstrecke beackert. Ob mit 13 PS, Standard-, Superstandard, offene- oder Damenklasse: Sie alle wirbelten auf dem fünf Hektar großen Acker den Boden auf, sorgten für satten Sound, blaue Abgaswolken und für gute Unterhaltung.

Zum wiederholten Male hat das Team Sommeringen das Rennen ausgerichtet und nach dem fünfstündigen Spektakel neben dem Niedersachsenmeistertitel auch den Deutschen Meistertitel vergeben können – so konnten die Fahrer in Lünne noch letzte Punkte für ihr Meisterschaftsranking ergattern.

Sektdusche für die Sieger

Mit bis zu 60 km/h schossen die Fahrzeuge auf den Geraden über die Piste. Auf den mit viel Liebe zum Detail umgebauten und mit technischen Raffinessen ausgestatteten kleinen Höllenmaschinen gaben Mensch und Maschine alles, um am Schluss auf dem Treppchen zu stehen. Nicht nur Franz Brüning, Vorsitzender des Vereins Team Sommeringen, war begeistert vom waghalsigen Können während des freien Trainings, beim Qualifying und den Rennen: „Die haben richtig Dampf unter der Haube.“

Keine schweren Unfälle

Und der ehemalige deutsche Meister Silvio Mertins kommentierte das gesamte Geschehen fachmännisch.

Die farblich zunächst unterschiedlichen Rasenmäher und die Rennanzüge der Fahrer wandelten sich mit der Zeit aber immer mehr einem Einheitsgrau, denn der Boden verwandelte die arg durchgeschüttelten Fahrer und strapazierten Aufsitzmäher zu mutterbodenartig aussehenden Gefährten.

Die sechs Fahrer vom Team Sommeringen wurden natürlich besonders angefeuert und Jessica Rauter sehr bedauert, als sie sich verletzte und ausscheiden musste. Spektakulär auch der Unfall, als „Die flotte Rosi“ ihren Piloten unsanft über die Autoreifen in den Boden katapultierte. Aber auch hier blieb es bei Prellungen und verständnisvollen Worten.

Sehr gut fühlten sich nach der Sektdusche natürlich die Deutschen- und Niedersachsenmeister auf dem Siegertreppchen, und auch die gehandicapte Jessica Rauter konnte sich über ihren fünften Platz in der offenen Klasse wieder freuen.


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