Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ lädt zu Infoveranstaltung in Spelle ein

Vertreter der am Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ beteiligten Institutionen stellten jetzt im Wöhlehof den Stand des Forschungsvorhabens vor. Foto: Wilfried RoggendorfVertreter der am Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ beteiligten Institutionen stellten jetzt im Wöhlehof den Stand des Forschungsvorhabens vor. Foto: Wilfried Roggendorf

Spelle. Spelle ist eine der Partnerkommunen des Forschungsprojektes „Dorfgemeinschaft 2.0“. In der Samtgemeinde soll vor allem der Aspekt „Wohnen mit Zukunft“ gemeinsam mit den Bürgern betrachtet werden.

Von 2000 bis 2015 ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung in der Samtgemeinde Spelle von 34 auf 40,6 Jahre und damit um 16 Prozent gestiegen. Zugleich lebten 2015 neun Prozent mehr Menschen über 65 Jahren in der Samtgemeinde als 2000. Es wundert daher nicht, dass Spelle als Modellkommune für das 2015 gestartete Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ ausgewählt wurde. Mit dem Projekt soll bis 2020 die passende Infrastruktur für eine alternde Gesellschaft gefunden und ein gesundheitsbezogenes Versorgungskonzept für die Bereiche Wohnen, Versorgung, Mobilität sowie Gesundheit und Pflege entwickelt im ländlichen Raum werden.

Projekt aktiv nach vorne tragen

„Wir möchten den Bürgern diese Themenfelder näherbringen“, sagt Projektleiter Thomas Nerlinger. Die von insgesamt neun Verbundpartnern, darunter auch die Gesundheitsregion Euregio und der Campus Lingen, bisher wissenschaftlich erarbeiteten Ergebnisse sollten nun angewendet werden. „Und das geht nur da, wo auch die Menschen sind“, erklärt Nerlinger, der das Projekt jetzt in Spelle „aktiv nach vorne tragen“ möchte.

Digitale Technik und persönliches Kümmern

„Wohnen mit Zukunft“ soll es älteren Menschen ermöglichen, möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu wohnen. „Dabei möchten wir neue digitale Technik und persönliches Kümmern miteinander verbinden“ erläutert der Projektleiter. Dabei diene der Einsatz digitaler Technik nicht etwa der Kontrolle, sondern der Sicherheit der Menschen. „Im Bereich der Pflege geht es dabei zum Beispiel um innovative Versorgungsformen“, erläutert Anna Haupeltshofer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Campus Lingen, die das Gesamtprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ mit begleitet.

Start des Beteiligungsprozesses

Nach zwei Jahren Projektzeit soll jetzt ein Beteiligungsprozess gestartet werden. „Hierzu sind Interessierte jeden Alters am Mittwoch, 30. August, ab 16 Uhr zum Wöhlehof in Spelle eingeladen“, sagt Nerlinger. Erklärt werden soll, wie Bürger sich am Projekt „Wohnen im Alter/Wohnen mit Zukunft in der Gemeinde Spelle“ beteiligen könnten. Zudem stünden Bundes- und Landtagsabgeordnete aus der Region für Fragen rund um das Thema zur Verfügung.

Austausch über verschiedene Themenfelder

Zudem bestehe die Möglichkeit, sich über die Themen „digitale und innovative Pflege zum Anfassen“, „Ethik und Datenschutz im Kontext altersgerechter Assistenzsysteme – Informationen zur Patientenverfügung, ethische Dilemmata und Datenschutz“, Akzeptanz neuer Mobilitäts- und Gesundheitskonzepte im ländlichen Raum“ und „der virtuelle Dorfmarktplatz – Vernetzung der Lebenswelten“ auszutauschen. Ausklingen wird die Veranstaltung am Wöhlehof allerdings nicht mit einem Zukunftsprojekt, sondern ganz klassisch: Ab 18.30 ist ein Grillbuffet nebst dem ein oder anderen Kaltgetränk geplant.

Anmeldungen zu der Veranstaltung nehmen das Projektbüro „Dorfgemeinschaft 2.0“ unter Telefon 05921/841008 und die Samtgemeinde Spelle unter Telefon 05977/937480 entgegen. Online ist eine Anmeldung auf www.dorfgemeinschaft20.de oder per E-Mail an hessling@spelle.de möglich. Auch eine spontane Teilnahme ist möglich.


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