Den Tagen mehr Leben geben Hospizgruppe Spelle besteht seit zehn Jahren

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Spelle „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“: Unter diesem Leitmotiv leistet die Hospizgruppe Spelle e. V. seit nunmehr zehn Jahren ihre segensreiche Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung und setzt sich für die gesellschaftliche Verankerung der Hospizidee ein. Das Feierjahr steht unter der Schirmherrschaft von Saskia Krone.

Nächstenliebe und Dienst am Menschen prägen die Arbeit der Hospizgruppe Spelle, die elf engagierte Frauen 2007 mit viel Pioniergeist ins Leben gerufen haben. „Wir wollten dazu beitragen, das Anrecht auf ein würdiges Sterben umzusetzen und den Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen. Die Themen „Sterben“ und „Tod“ sollten nicht länger tabuisiert werden“, verweisen die Erste Vorsitzende Marlies Veltmann und Koordinatorin Agnes Schulte-Schweifing auf die Anfänge und an das bisher beachtlich Erreichte.

Begleitung auf der letzten Wegstrecke

Die Hospizgruppe setzt sich ehrenamtlich für Menschen ein, die sich eine Begleitung auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens wünschen, unabhängig von Weltanschauung, Konfession und Nationalität. Dafür machen sich derzeit innerhalb der Samtgemeinde Spelle 23 aktive Hospizbegleiterinnen stark, die neben einer fundierten Grundausbildung Einfühlungsvermögen, Offenheit und Ehrlichkeit mitbringen. Sie alle sind für die Begleitung kranker Menschen und deren Angehörige qualifiziert, ihr Einsatz ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Sie kommen nach Hause, in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, hören zu, führen Gespräche, lesen vor oder unterstützen bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte.

Entlastende Hilfe„Viele Familien haben den Anspruch, die Betreuung ganz allein meistern zu müssen. Dadurch geraten sie oft an ihre Grenzen. Es ist sinnvoll, die entlastende Hilfe von Außenstehenden, auch von ambulanten Hospizdiensten, in Anspruch zu nehmen“, unterstreicht Marlies Veltmann, dass es in der Begleitung vor allem um das Da-Sein geht, um ungeteilte Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, aber auch um Fröhlichkeit. Nur pflegerische Tätigkeiten dürfen Hospizbegleiterinnen nicht übernehmen.

Trauercafé

Seit rund zwei Jahren bietet die Hospizgruppe Spelle u. a. auch monatliche Treffen im Trauercafé in der Remise am Wöhlehof an. In geschütztem Raum können Trauernde über Leid und Verlust sprechen und die Trauer zulassen, statt sie zu unterdrücken.Eines ist allen Hospiz- und Trauerbegleiterinnen innerhalb der Samtgemeinde Spelle gemeinsam: Die Freude am Zusammensein mit Menschen und der Wunsch, etwas Sinnerfüllendes zu tun. Zitat einer Begleiterin: „Alle denken, Hospizarbeit macht traurig, aber nein, jeder Mensch, den ich begleiten durfte, hat mir etwas über das Leben beigebracht.“

Besondere Veranstaltungen

Den stimmungsvollen Auftakt besonderer Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Hospizgruppe Spelle setzte bereits Ende März das ausverkaufte Konzert „Vom Balkon bis zum Waldesrand und darüber hinaus“ der Handruper Gruppe „AufTakt“. Am 10. September findet das zweite öffentliche Konzert statt. Der Speller Chor „Gosporo“ wird dem Hospizverein und sicherlich zahlreichen Gästen in der evangelischen Kirche in Spelle mehr als nur ein klangvolles Geburtstagsständchen singen. Und am 23. Oktober wird Weihbischof Johannes Wübbe als Gastredner zu dem hospizeigenen jährlichen Wortgottesdienst in die „Arche“ seiner früheren Kirchengemeinde kommen.  


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