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Thema im Samtgemeinderat IG „Schönes Lünne“: Risiko bei Gasförderung zu groß

Lünne. Vor den Auswirkungen möglicher Gasbohrungen in Lünne haben die Grünen gewarnt. Die Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ hat unterdessen die Samtgemeinde Spelle aufgefordert, auf das Landesamt für Bergbau einzuwirken, keine weitere Genehmigung zur Suche oder Förderung von Gas auf dem Gebiet der Samtgemeinde Spelle zu erteilen.

In einer Mitteilung äußern Vertretern von Bündnis 90/Die Grünen die Befürchtung, dass erhebliche Umweltschäden zu erwarten seien, falls die Fracing-Methode zur Förderung von Erdgas eingesetzt werde. Diese Art der Erkundung könnte auch Trinkwasservorkommen vergiften. „Exxon will vorerst die Fracing-Methode nicht anwenden. Wenn die Probebohrungen aber erfolgreich sind, kann dann nur durch die Fracing-Methode Erdgas gewonnen werden“, so der Kreistagsabgeordnete der Grünen, Heiner Rehnen.

Weiter kritisieren die Grünen, dass die Bohrungen nach Bergrecht genehmigt werden, denn das Bundesberggesetz sieht keineBürgerbeteiligung vor. Gemeinden erhalten allenfalls eine Gelegenheit zur Stellungnahme.

Resolution vorgeschlagen

„Wir fordern die Beteiligung unabhängiger Experten und eine bessere öffentliche Beteiligung, damit die Belange der Bürger und der Schutz der Umwelt gewahrt bleiben“, heißt es in der Stellungnahme der Grünen.

An diesem Donnerstag wird sich auch der Samtgemeinderat Spelle ab 18 Uhr im Rathaus mit diesem Thema befassen. Die Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ hat sich in diesem Zusammenhang an die Samtgemeinde gewandt und folgende Beschlussvorlage formuliert, die das Gremium verabschieden soll:

„Die Samtgemeinde Spelle fordert das Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie auf, keine weitere Genehmigung zur Suche oder Förderung von unkonventionellem Gas auf dem Gebiet der Samtgemeinde Spelle zu erteilen.

Das Risiko einer Gefährdung von Mensch und Umwelt scheint nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht ausgeschlossen werden zu können. Vorfälle in den USA, aber auch in Deutschland (Söhlingen) haben dies verdeutlicht. Diese Gefahren und mögliche Schäden stehen der positiven Entwicklung der Samtgemeinde Spelle entgegen. Darüber hinaus ist es nicht ausgeschlossen, dass die Gemeinde für Schäden, die aus der Förderung entstehen, haften muss.“


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