Geeignete Brutplätze rar Trauerschnäpper auf Wohnungsuche im Emsland

Der Trauerschnäpper hat bei der Quartiersuche oft das Nachsehen. Foto: Nabu Emsland SüdDer Trauerschnäpper hat bei der Quartiersuche oft das Nachsehen. Foto: Nabu Emsland Süd

Spelle. Kaum jemand kennt den Trauerschnäpper. Es sei denn, man ist besonders aufmerksamer Vogelfreund – und doch ist er einer der interessantesten Zugvögel. Ihm zu helfen, empfiehlt der Naturschutzbund Emsland-Süd (Nabu).

Laut einer Pressemitteilung des Nabu hat der Trauerschnäpper oft das Nachsehen, wenn es um die Wahl eines geeigneten Brutplatzes geht. Denn als echter Langstreckenzieher kehrt er aus seinen afrikanischen Winterquartieren nach Norddeutschland frühestens Ende April, oft erst Anfang Mai zurück. Dann allerdings haben laut Nabu vor allem Kohlmeisen die begehrten Nistkästen mit einem Fluglochdurchmesser von 32 Millimetern meist schon besetzt.

Ortstreu

Und so hat es der Trauerschnäpper, der recht ortstreu ist, schwer, ein Eigenheim zu finden. Der Nabu empfiehlt daher, weitere Nistkästen gegen Ende April aufzuhängen, in die der Trauerschnäpper nach seiner Rückkehr aus dem sonnigen Süden einziehen kann.

„Mauerblümchendasein“

Bevorzugter Lebensraum des Trauerschnäppers, der 2016 in der Roten Liste auf „gefährdet“ hochgestuft wurde, sind den Angaben zufolge Gärten, Parks, Laub- und Mischwälder. „Wir hoffen darauf, dass viele Vogelfreunde ihr Herz für den Trauerschnäpper entdecken, der aufgrund seines geringen Bekanntheitsgrades bislang eher ein Mauerblümchendasein führt“, wird Thomas Weber vom Nabu in der Pressemitteilung zitiert.