Leben in Holzschuhen Venhauser Kinder lernen vom Alltag früherer Generationen


Spelle. Für die 75 Kinder des Venhauser Kindergartens St. Vitus hat sich das Gelände des alten Pfarrhauses in Schapen in ein lebendiges Museum verwandelt.

Glühendes Eisen, frisch gemahlenes Korn und schicke Hüte: Unter dem Motto „Berufe früher“ erlebten die die Venhauser Kindergartenkinder mit allen Sinnen frühere beruflichen Tätigkeiten und Lebensbedingungen. Vielfach brachten sie die Eindrücke zum Staunen, sie wurden zu Fragen angeregt und verinnerlichten an diesem Tag viele Erfahrungen und Erkenntnisse .

Werner Lögers zeigte den Kindern, wie glühendes Eisen in der Schmiede mit lauten und kräftigen Hammerschlägen geformt wurde.

Im Pfarrhaus backten Marianne und Angelika leckeren, duftenden Buchweizenpfannkuchen. Bevor der Teig gerührt werden konnte, mussten die Kinder die Körner mit vollem Körpereinsatz und mit Hilfe von Steinen mahlen.

Mit Begeisterung bestiegen die Mädchen und Jungen die alten Traktoren von Bernd und Herbert vom Oldtimer Treckerclub Schapen. Die kleinen dazugehörigen Landmaschinen stellten einen Kontrast zu den riesigen modernen Maschinen dar.

Auch das Schleifsteindrehen und Messerschärfen übte eine Faszination auf die Kinder aus. Im Hutmuseum präsentierte Helga den interessierten Besuchern verschiedene Hutmodelle. Es bereitete allen Kindern Freude, die Hüte vor dem Spiegel auszuprobieren.

Wie fühlt es sich an mit Holzschuhen zu laufen, wenn sie zudem noch klappern? Auch das probierten die Kindergartenkinder aus. Doris gab ihnen noch eine kleine Holzschubkarre mit einem Kartoffelsack zum Schieben – und die Arbeit konnte beginnen.

Die Technik des Besenmachens beherrschen Silvia und Walter. Mit ihrer Hilfe wurden viele kleine Kinderbesen aus Reisig für den Kindergartenspielplatz hergestellt, die nun in Gebrauch sind.

Was für früheren Generationen als Schlafstätte diente, wurde für die Kleinen zur Mutprobe: Wer sich traute, konnte in den Durk, das Schrankbett, der Upkammer klettern und sich dort zwischen die strohgefüllten Kissen legen.

Monika begleitete die Kinder zum angrenzenden Wald. Denn dort gab es einen Goldschatz der alten Tödden zu suchen, der im Laub versteckt war. Mit diesem Erlebnis endete die spannende Zeitreise, die den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben wird.


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