Modehaus Schulte in Schapen Unternehmerehepaar hält Erweiterung für unverzichtbar

Teamgeist prägt das Betriebsklima im Modehaus Schulte in Schapen: (von links) Elmira Nurullajew, Anastasia Fogus, Ruth Schottmeier, Hermann Schütte-Bruns mit Ehefrau Anna, Nelli Sitner und Christiane Schumacher. Foto: Ludger JungeblutTeamgeist prägt das Betriebsklima im Modehaus Schulte in Schapen: (von links) Elmira Nurullajew, Anastasia Fogus, Ruth Schottmeier, Hermann Schütte-Bruns mit Ehefrau Anna, Nelli Sitner und Christiane Schumacher. Foto: Ludger Jungeblut

Schapen . Der Geschäftsführer des Modehauses Schulte in Schapen, Hermann Schütte-Bruns, hält an der Absicht fest, die derzeitige Verkaufsfläche von 4214 Quadratmetern um 25 Prozent auf rund 5000 Quadratmeter zu erweitern.

Das hat der Unternehmer in einem Gespräch mit der Redaktion unterstrichen, an dem auch seine Ehefrau Anna teilnahm, mit der er gemeinsam das Modehaus führt. Von der jetzt bestehenden Verkaufsfläche entfallen nach ihren Angaben 2984 Quadratmeter auf Textilien, 890 Quadratmeter auf Sportartikel und 340 Quadratmeter auf Schuhe. Anna Schütte-Bruns erinnert sich noch gut an die Aussage des Seniorchefs eines Textilunternehmens, bei dem sie seinerzeit ihre Ausbildung absolvierte: „Stillstand ist Rückgang.“ Hermann Schütte-Bruns formulierte es so: „Eine Pflanze, die nicht mehr wachsen kann, geht irgendwann ein.“

Verkaufsfläche letztmalig vor 16 Jahren erweitert

Nach seinen Angaben wurde die Verkaufsfläche vor 16 Jahren letztmalig erweitert. Vor fünf Jahren wurde ein Bauantrag für die Erweiterung am bestehenden Standort an der Kolpingstraße gestellt – bislang gibt es keine Genehmigung. Seine Ehefrau betonte, dass die Modehäuser heutzutage mehr Fläche benötigten, um dem Einkaufserlebnis Rechnung zu tragen: „Der Zeitgeist hat sich in Richtung Erlebniswelt verändert.“

„Das ist eine Härte sondergleichen“

Das Unternehmerehepaar kann nicht verstehen, weshalb das mehrfach ausgezeichnete erfolgreiche Familienunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern (davon zwölf Auszubildende) durch die Bestimmungen des Landesraumordnungsprogramms in die Knie gezwungen werden soll. „Das ist eine Härte sondergleichen“, sagte der Unternehmer.

„Wir behandeln unsere Mitarbeiter und Kunden mit großer Wertschätzung“

Das Modehaus Schulte sei ein typisches Familienunternehmen und behandele seine Mitarbeiter und Kunden mit großer Wertschätzung. Der Geschäftsführer verwies auch darauf, dass Familienunternehmen mit einem Anteil von 93 Prozent die bedeutendste Unternehmensform in Deutschland sind. Sie erwirtschaften nach seinen Angaben rund die Hälfte des gesamtdeutschen Umsatzes, beschäftigen mehr als 54 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und stellen 80 Prozent der Ausbildungsplätze.

„Wir jammern nicht über die Mitbewerber in anderen Orten“

Seine Ehefrau fügte hinzu: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass erfolgreiche Familienunternehmen ausgebremst werden sollen, indem der Gesetzgeber mit dem Instrument Landesraumordnung bestimmen will, wo die Kunden einkaufen sollen und wo nicht.“ Ihren geschäftlichen Erfolg hätten sie sich zusammen mit ihren Mitarbeitern hart erarbeitet. „Wir überlegen, was wir besser machen können und jammern nicht über die Mitbewerber in anderen Orten“, hob Anna Schütte-Bruns hervor.

„Modehaus erweist sich als Magnet“

Das Unternehmerehepaar verwies darauf, dass sich das Modehaus als Magnet erweise und die Lebensqualität in Schapen nachhaltig erhöht habe, da an der Kolpingstraße inzwischen mit der Volksbank, der Kreissparkasse, einer Apotheke, dem K+K-Markt und einem Geschäft für Geschenkartikel ein echtes Nahversorgungszentrum entstanden sei.

„Wir fühlen uns mit Schapen und der Region fest verwurzelt“

„Wir fühlen uns mit Schapen und der Region fest verwurzelt und möchten es auch bleiben“, betonte der Unternehmer. Das Modehaus hatte im Mai dieses Jahres 70-jähriges Bestehen gefeiert. „Wir möchten, dass unser Unternehmen auch in der vierten Generation weitergeführt wird“, gab Anna Schütte-Bruns das Ziel vor. Ihr Mann fügte hinzu: „Bei uns soll es das Wort ,Krise‘ nicht geben.“

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