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75-jähriges Firmenjubiläum Tapete in Pastors Schlafzimmer hielt 28 Jahre

Von Heinz Krüssel | 06.09.2011, 16:38 Uhr

Die zwei Gesichter einer erfolgreichen und engagierten Unternehmerfamilie beleuchtete Gerhard Wintering, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Schapen, im Rahmen der Jubiläumsfeier der Malerwerkstatt Ludger von der Haar aus

Der mittelständische Handwerksbetrieb blickte jetzt auf eine 75-jährige Firmengeschichte zurück, die von vielen Höhen, aber auch von einigen Tiefen geprägt sei, betonte Thomas von der Haar, der gemeinsam mit Ehefrau Doris den Familienbetrieb in der dritten Generation führt.

Dank galt besonders den Eltern Ludger und Maria von der Haar, die stets die aktuelle Entwicklung erkannt und den Betrieb erfolgreich ausgebaut hätten. „Sie haben uns ein gut situiertes Unternehmen übergeben“, so Thomas von der Haar. Obwohl inzwischen längst im Rentenalter, stünden die Seniorchefs bei Bedarf immer zur Verfügung.

Zur Jubiläumsfeier hieß er viele Geschäftspartner, Freunde, Nachbarn und ganz besonders die Mitarbeiter willkommen. In einem Rückblick ließ der Inhaber die Firmenentwicklung Revue passieren und erinnerte an Zeiten, als die Mitarbeiter noch beim Kunden mit Speis und Trank versorgt wurden. So gab es beispielsweise manchmal von montags bis freitags Sauerkraut mit Speck.

Neben handwerklicher Arbeit habe sich die Familie von der Haar immer in Schapener Vereinen und Verbänden sowie ganz besonders auch in der kirchlichen Arbeit engagiert, so Gerhard Wintering.

Diesen Aspekt nahm auch Pastor Joachim Kern auf und erinnerte an Aufgaben, die von der Familie von der Haar in drei und inzwischen in der vierten Generationen übernommen worden seien.

Die Qualität der handwerklichen Arbeit lobte der Geistliche besonders. Als er vor gut 30 Jahren nach Schapen gekommen sei, habe Ludger von der Haar das Schlafzimmer tapeziert. „Die Tapeten haben immerhin 28 Jahre lang gehalten.“

Zu den Gratulanten zählten auch Obermeister Thomas Fangmeyer und sein Stellvertreter Ludger Determann für die Malerinnung. Ein solches Jubiläum sei heute relativ selten, weil oftmals die Nachfolge nicht realisiert werden könne.