Inklusion in Betrieben Chancen im südlichen Emsland für Menschen mit Handicaps

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Spelle. Das Projekt „Inklusion in der Region“ startet zum 1. März im südlichen Emsland mit dem Ziel, Menschen mit Handicaps Möglichkeiten zur Arbeit in den Betrieben zu eröffnen. Dazu wird eine Beratungsstelle im Speller Wöhlehof eingerichtet. Ansprechpartner vor Ort ist Markus Grönniger, Mitarbeiter im Inklusionsdienst des Christophorus-Werkes in Lingen.

Das Projekt ist im Christophorus-Werk bei der Abteilung „Arbeit nach Maß“ angesiedelt und wird zur Hälfte von der „Aktion Mensch“ über fünf Jahre mit eineinhalb Stellen gefördert. Weitere Kooperationspartner sind die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Südliches Emsland“, in der die Kommunen in der Region zusammengefasst sind, und der Wirtschaftsverband Emsland.

Letzteres hob der Geschäftsführer des Christophorus-Werkes in Lingen, Georg Kruse, hervor. Durch die Kooperation mit den Kommunen und dem Wirtschaftsverband seien Unterstützer mit guten Verbindungen zu den örtlichen Betrieben gefunden worden.

Um die geht es nämlich insbesondere: „Wir sind als Christophorus-Werk seit knapp zehn Jahren im Bereich Arbeit unterwegs und schauen nach Möglichkeiten, wo Menschen mit Handicaps, soweit sie dies können und wünschen, außerhalb unserer Werkstätten Arbeit finden“, erläuterte Kruse. Dieses Angebot bringt das Christophorus-Werk nun in die Fläche, indem Markus Grönniger den Fachdienst zur betrieblichen Inklusion von seiner Beratungsstelle im Wöhlehof aus aufbaut.

„Wir gehen dahin, wo Menschen mit Behinderungen leben, wohnen und arbeiten möchten“, betonte Geschäftsführer Kruse. Der Wöhlehof in Spelle ist ein Beispiel dafür, wie das konkret funktionieren kann. Dort arbeitet Martin Schröer. Der 39-Jährige ist in der Werkstatt des Christophorus-Werkes beschäftigt, hat seinen Arbeitsplatz aber in Spelle, wo er auch wohnt. Die Zusammenarbeit mit ihm funktioniere ganz hervorragend, sagte Hugo Gelze, Koordinator in der Bürgerbegegnungsstätte.

„Wir können Türöffner zu den Betrieben sein“, sagte Leo Langenhorst, Leiter des Projektes „Arbeit nach Maß“. Diese Tür soll nun durch Markus Grönniger noch weiter aufgestoßen werden, indem er ein Netzwerk zu den Betrieben knüpft, sie über Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Handicaps informiert und dabei auch bestehende Bedenken zerstreut bzw. Wissenslücken füllt. Der Wirtschaftsverband Emsland und die in der LAG zusammengefassten Kommunen haben ihre Unterstützung zugesichert, wie Geschäftsführer Norbert Verst und LAG-Vorsitzender Bernhard Hummeldorf unterstrichen.

Klaus van Kampen, Leiter des Bereichs Berufliche Bildung und Arbeit beim Christophorus-Werk, erklärte, dass inzwischen 55 Menschen mit Handicaps, die früher in den Werkstätten der Einrichtung gearbeitet hätten, außerhalb tätig seien. Aber auch dort würden sie von den Fachkräften des Christophorus-Werkes begleitet. Der „Jobcoach“ habe eine ganz wichtige Aufgabe, sagte Langenhorst. Er sei für die Mitarbeiter der Firma und für den Beschäftigen vor Ort der Ansprechpartner.

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