Forschungsprojekt über fünf Jahre Samtgemeinde Spelle wird zur Dorfgemeinschaft 2.0

Das Leben älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen soll durch das Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ verbessert werden. Foto: Franz FrielingDas Leben älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen soll durch das Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ verbessert werden. Foto: Franz Frieling

Spelle. Offiziell gestartet ist jetzt das Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“. In das von der Gesundheitsregion Euregio in der Grafschaft Bentheim und dem südlichen Emsland initiiertem Projekt ist auch die Samtgemeinde Spelle eingebunden.

Bei der „Dorfgemeinschaft 2.0“ handelt es sich um eines von bundesweit fünf durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekten, die sich mit der Verbesserung des Lebens im Alter beschäftigen. In einer Mitteilung des Ministeriums beschreibt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, warum ihr Haus die Projekte mit insgesamt rund 23 Millionen Euro unterstützt: „Viele Menschen schätzen die hohe Lebensqualität auf dem Land oder in der Stadt und möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen und gut leben können. Dazu gehört aber auch, dass sie sich in ihrem heimischen Umfeld leicht orientieren und bewegen können, also möglichst grenzenlose Mobilität erfahren. Wir verstärken daher unsere Forschung, um durch neue Technik die mobilen Bedürfnisse gerade von älteren Menschen besser zu berücksichtigen. Die neuen Projekte helfen, den demografischen Wandel zum Wohle der Menschen zu gestalten.“

Projekt ist auf fünf Jahre ausgelegt

Die „Dorfgemeinschaft 2.0“ erhält rund fünf Millionen Euro. Damit soll in den kommenden fünf Jahren eine kostenfreie Servicestelle ins Leben gerufen werden, über die vor allem ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen medizinische, pflegerische und soziale Versorgungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können. Hierfür würden von der telemedizinischen Behandlung über einen regelmäßigen Einkaufsservice und Fahrdienste bis hin zu einer rollenden Praxis alle Angebote auf einer kostenlos zugänglichen Internetplattform gebündelt. Neben der Samtgemeinde Spelle sind bislang aus der Grafschaft Bentheim die Stadt Neuenhaus und die Gemeinden Ohne und Brandlecht an dem Forschungsprojekt beteiligt.

Wissenschaftliche Begleitung durch Campus Lingen

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Universität und der Hochschule Osnabrück. Vom Campus Lingen sind daran der Betriebswirtschaftler Prof. Ingmar Ickerott und die Pflegewissenschaftlerin Prof. Stefanie Seeling beteiligt.

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