Einladung zur Agritechnica Krone möchte Mechatronikerberuf Schülern näher bringen

Die gelernte Hotelfachfrau hat an ihrer zweiten Ausbildung zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin sichtlich Spaß. Foto: Wilfried RoggendorfDie gelernte Hotelfachfrau hat an ihrer zweiten Ausbildung zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin sichtlich Spaß. Foto: Wilfried Roggendorf

Spelle. Die Maschinenfabrik Bernard Krone aus Spelle möchte jungen Menschen den Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers schmackhaft machen. Deshalb lädt das Unternehmen emsländische Schulklassen zum Besuch des Projektes „Werkstatt Live“ auf der Fachmesse Agritechnica ein, die vom 10. bis 14. November in Hannover stattfindet.

Eva Gramm schraubt im Trainingscenter der Firma Krone am Getriebe eines Schleppers. Die Auszubildende zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin aus dem rheinland-pfälzischen Dannstadt-Schauerheim bereitet sich in Spelle gemeinsam mit 14 weiteren jungen Leuten aus ganz Deutschland auf das Projekt „Werkstatt Live“ vor. Auf der Agritechnica möchte die gelernte Hotelfachfrau die jungen Messebesucher von ihrer Faszination des Zusammenspiels von Elektrik, Mechanik und Hydraulik bei den großen Landmaschinen überzeugen. Ihr Interesse für diese wurde geweckt, als an ihrem Auto einmal der Keilriemen riss. „Ich musste den Wagen bis nach Hause schieben. Da wollte ich wissen, wie das Auto eigentlich funktioniert.“ Doch „nur Auto“ sei ihr „zu wenig“ gewesen.

Junge Leute wie Gramm würden Ulrich Beckschulte, Geschäftsführer des Bundesverbandes Landbautechnik, und Heinrich Wingels, Leiter Marketing bei Krone, gerne öfter finden. „Es gibt bei den Land- und Baumaschinenmechatronikern so gut wie keine Arbeitslosigkeit“, versichert Beckschulte. Leider betrage der Anteil der Frauen in diesem Beruf nur 0,8 Prozent. Nahezu alle Bewerber würden genommen, erklärt er. Voraussetzung seien vorallem Engagement und Teamfähigkeit. „Internationalität ist ein Thema“, erklärt Beckschulte. „Selbst Maschinen am Südpol werden von Land- und Baumaschinenmechatronikern gewartet.“

Ganz so weit möchte Wingels seine Auszubildenden nicht wegschicken. „Wir suchen natürlich auch Auszubildende im Emsland“, sagt er. Daher habe Krone ein ureigenstes Interesse daran, das Projekt „Werkstatt Live“ zu unterstützen. „Jede Maschine ist nur so gut, wie der Service, der dahintersteht“, erklärt Wingels, warum Krone das Projekt, an dem viele Vetriebsfirmen beteiligt sind, ebenfalls unterstützt. „Wir laden Schulklassen ein, sich in Hannover ein praxisnahes Bild vom Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers zu machen.“ Das Unternehmen beteilige sich an den Kosten für einen Bus und sorge für freien Eintritt.


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