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05.08.2015, 17:58 Uhr DER MENSCH IST EIN SOZIALES WESEN

Technik im Haushalt darf nicht zur Vereinsamung führen

Von Wilfried Roggendorf


Auch wenn das Frauenhofer-Institut diesen Haushaltsroboter schon 2004 entwickelt hat: Bis sich solche Hilfen durchsetzen werden, dürfte es noch einige Jahre dauern. Foto: Roland Weihrauch/dpaAuch wenn das Frauenhofer-Institut diesen Haushaltsroboter schon 2004 entwickelt hat: Bis sich solche Hilfen durchsetzen werden, dürfte es noch einige Jahre dauern. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Spelle. Das Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ untersucht, wie Technik älteren Menschen das Leben erleichtern kann. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass die Menschen am Ende ihre sozialen Kontakte verlieren, meint unser Kommentator.

Es wird an vielen technischen Lösungen gearbeitet, die das Leben im Alter leichter machen können. Autonom fahrende Pkw beispielsweise sind längst keine Utopie mehr und könnten die Mobilität vieler Senioren erhöhen.

Auch Kühlschränke, die Milch und Butter selbstständig nachbestellen, wenn die Vorräte zur Neige gehen, gibt es schon. Ganz abgesehen von der Steuerung der Haustechnik per Fingerdruck auf dem Smartphone. Die technischen Hilfen für ältere Menschen, die möglichst lange in den gewohnten vier Wänden leben möchten, haben sich längst über den vielbeworbenen Treppenlift hinaus entwickelt.

Das Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ kann dazu beitragen, Bedarfe zu ermitteln und Nutzungsmöglichkeiten im Alltag aufzuzeigen.

Eines darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten: Der Mensch ist ein soziales Wesen. Die Technik darf nicht dazu führen, dass Menschen vereinsamen. Spätestens wenn der Pflegeroboter zum einzigen Ansprechpartner wird, ist sie über das Ziel hinausgeschossen.


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