Rekers Maschinenbau fordert und fördert Azubis in Spelle nach Kanada und in die USA

Besuch vom Campus Lingen bei Rekers Maschinen- und Anlagenbau in Spelle (von links): Prof. Wolfgang Arens-Fischer, Sandra Dust, Katrin Dinkelborg, John Rohm, Gerd Berghaus und Jannis von Wulfen. Foto: Thomas PertzBesuch vom Campus Lingen bei Rekers Maschinen- und Anlagenbau in Spelle (von links): Prof. Wolfgang Arens-Fischer, Sandra Dust, Katrin Dinkelborg, John Rohm, Gerd Berghaus und Jannis von Wulfen. Foto: Thomas Pertz

Spelle. An einem Samstag kam Jannis von Wulfen von der Arbeit aus den USA zurück, tags drauf sein Kollege John Rohm aus Kanada. Am Montag saßen die beiden angehenden Ingenieure für Elektrotechnik und Maschinenbau zum Büffeln auf dem Campus Lingen. Wer so ein Pensum schafft, der genießt viel Vertrauen beim Arbeitgeber in die eigene Leistungsfähigkeit. Rekers Maschinen- und Anlagenbau aus Spelle ist so einer.

„Wir wollen unsere Auszubildenden so einsetzen, dass sie nicht an irgendwelchen Dummyprodukten arbeiten, sondern direkt in der Produktion eingebunden sind“, erläutert Personalleiterin Sandra Dust. Die Azubis machten dabei gleichzeitig die Erfahrung, dass ihre Arbeit wertgeschätzt werde.

Der 20-jährige von Wulfen kommt aus der Nähe von Fürstenau. Der Haselünner Rohm ist ein Jahr älter. Beide studieren am Institut für duale Studiengänge (IDS) Engineering technischer Systeme. Parallel dazu macht John bei Rekers eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker und Jannis zum Elektrotechniker für Automatisierungstechnik.

Rekers ist Spezialist für maßgeschneiderte Anlagen zur Herstellung von Betonsteinen und Betonrohren. Das Unternehmen gründet sein Know-how auf eine über 50-jährige Geschichte. Und auf Nachwuchskräfte wie von Wulfen und Rohm. „Das ist für uns der große Reiz des dualen Studiengangs: Wenn John zum Beispiel später Maschinen konstruiert, hilft ihm seine feinwerkmechanische Ausbildung bei der praktischen Umsetzung“, sagt Dust. Ebenso wichtig sei Rekers der direkte Kontakt zum Kunden, ergänzt Gerd Berghaus, Leiter der Abteilung Automatisierung und Service.

Und da ist es dann egal, ob der Kunde um die Ecke oder ein paar 1000 Kilometer weiter weg wohnt. John flog mit einem weiteren Kollegen in die Nähe von Québec in Kanada. Dort bauten sie eine neue Steinformmaschine von Rekers auf. Sein Chef Gerd Berghaus bekam bereits Rückmeldung vom Kunden: „Er hat sich für die gute Arbeit bedankt“, freut er sich über das positive Feedback.

So war es auch bei Jannis von Wulfen. Er musste in Oregon/USA eine Maschine elektrotechnisch wieder auf Vordermann bringen, die sieben Jahre lang stillgestanden hatte.

Das Arbeitsfeld des Ingenieurs verändere sich, erläutert Katrin Dinkelborg, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für duale Studiengänge. Es werde internationaler. Dem wolle auch das Institut Rechnung tragen, zum Beispiel durch englischsprachige Studienmodule und einen internationalen Fachaustausch. Personalleiterin Dust kann dies nur recht sein. Sie hat gute Erfahrungen mit den Studierenden auf dem Campus Lingen gemacht. Bei IDS-Leiter Professor Wolfgang Arens-Fischer hat sie selbst studiert: BWL, 1994 in der damaligen Berufsakademie.

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