Für Ausweitung der Windenergie SG Spelle macht beim Landkreis Emsland Druck

Windräder im südlichen Emsland.Foto: Ludger JungeblutWindräder im südlichen Emsland.Foto: Ludger Jungeblut

Spelle. Die Samtgemeinde Spelle hat moniert, dass die geplanten aktualisierten Vorgaben im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Emsland keine Ausweitung der Windenergienutzung in der Kommune ermöglichen.

Die Samtgemeinde Spelle hat moniert, dass die geplanten aktualisierten Vorgaben im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Emsland keine Ausweitung der Windenergienutzung in der Kommune ermöglichen.

In einer Stellungnahme schreibt Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf: „Insbesondere der Abstand zu Außenbereichswohnhäusern von 800 Metern, die Mindestgröße von 25 Hektar für einen Windpark sowie der neu angesetzte Mindestabstand von vier Kilometern zwischen neuen Windparks sind nicht nachzuvollziehen.“ Denn es könnte nach Darstellung von Hummeldorf im Einzelfall durchaus möglich sein, die für einen Windpark mindestens erforderlichen drei Windkraftanlagen je nach Flächenzuschnitt und Stellung der einzelnen Anlagen auf einer Potenzialfläche von deutlich weniger als 25 Hektar zu errichten.

Nach Angaben von Hummeldorf sieht der vom Landkreis Emsland im März 2014 vorgelegte Änderungsentwurf den bestehenden Windpark Lünne mit seinen 16 Windkraftanlagen erstmals als Vorranggebiet für Windenergie vor.

Weitere Vorranggebiete, die die Errichtung von zusätzlichen Windkraftanlagen ermöglichen würden, sind Hummeldorf zufolge im Samtgemeindegebiet jedoch nicht vorgesehen, obwohl der Samtgemeindeausschuss am 7. Mai einstimmig dafür votiert habe, indem der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werde.

Bedingungen ändern

Nach den Worten von Hummeldorf hat eine von der Samtgemeinde Spelle in Auftrag gegebene Potenzialfläche ergeben, dass mehrere Windparks im Samtgemeindegebiet entstehen könnten, wenn unter anderem die Mindestabstände zu Wäldern von 200 Meter auf 100 Meter und bei Einzelwohnhäusern von 1000 Meter auf 700 Meter verringert werden.

Der Samtgemeinde ist laut Hummeldorf bewusst, dass der Landkreis im RROP Regelungen schaffen möchte, die für das gesamte Kreisgebiet einheitlich sind. Der Verwaltungschef wies aber darauf hin, dass sich die einzelnen Kommunen durch ihre jeweiligen Gegebenheiten und Entwicklungsabsichten häufig sehr deutlich voneinander unterscheiden. Er forderte den Landkreis dazu auf, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass in den Kommunen, in denen eine Ausweitung der Windenergienutzung politisch unterstützt werde, ausreichend Entwicklungspotenzial geschaffen werde.

Weitere Berichte aus Spelle finden Sie unter www.noz.de/lokales/Spelle


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN