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21.12.2014, 12:01 Uhr DEBATTE ÜBER LEBENSMITTELGESCHÄFTE

Diskussion im SG-Rat ein ermutigendes Zeichen

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Frisches und gemischtes Gemüse möchte der Bürger gern  in der Nähe seines häuslichen Umfeldes einkaufen. Foto: dpaFrisches und gemischtes Gemüse möchte der Bürger gern in der Nähe seines häuslichen Umfeldes einkaufen. Foto: dpa

Spelle. Parteiübergreifend hat der Speller Samtgemeinderat deutlich gemacht, dass ihm die Grundversorgung in den kleinen Mitgliedsgemeinden Lünne und Schapen am Herzen liegt. Ein Kommentar dazu:

Die bevorstehenden Schließungen des Coma-Marktes am Jahresende in Schapen und des Ihre Kette-Marktes in Lünne Ende Januar 2015 stellen mehr als nur eine deutliche Einschränkung des Lebensmittelangebotes in den beiden Dörfern dar. Die verschlossenen Einkaufstüren an der Kolpingstraße und gegenüber der Vitus-Kirche beenden auch den Klönschnack an der Ladenkasse. Lebensmittelläden in kleinen Gemeinden sind Treffpunkte zur Kontaktpflege, die die Dorfgemeinschaft festigen.

Davon haben die Betreiber solcher Geschäfte aber wenig. Sie leben vom Umsatz und von dem, was am Abend in der Kasse übrig bleibt. Wenn das zu wenig ist, dann ist der Standort gefährdet oder hat bald keine Perspektive mehr.

Dies macht es für die Verantwortlichen von Rat und Verwaltung in Schapen, Lünne und der Samtgemeinde Spelle ja auch so schwierig. Sie können unternehmerische Entscheidungen nicht umkehren oder herbeizwingen, sondern allenfalls versuchen, darauf Einfluss zu nehmen. Das Bemühen im Samtgemeinderat, parteiübergreifend eine Lösung und neue Interessenten bzw. Investoren zur Sicherung der Grundversorgung zu finden, war ein ermutigendes Zeichen. Mehr aber auch noch nicht. Vorerst bleibt nur das Prinzip Hoffnung.


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