Gespräch mit Monika Mertens KFD wirbt mit aktuellen Frauenthemen um Mitglieder

Von Thomas Pertz

Monika Mertens aus Spelle, stellvertretende Diözesanvorsitzende der KFD. Foto: Thomas PertzMonika Mertens aus Spelle, stellvertretende Diözesanvorsitzende der KFD. Foto: Thomas Pertz

Spelle. KFD: Kaffee trinken, Kuchen backen, klönen für Damen? Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands ist auch das, aber doch auch viel mehr. Dies hat die stellvertretende kfd-Diözesanvorsitzende Monika Mertens unterstrichen. Im Gespräch mit unserer Redaktion verwies sie auf die aktuelle Mitgliederkampagne der kfd mit dem Ziel, insbesondere jüngere Frauen für eine Mitgliedschaft und Mitarbeit zu interessieren.

„Frauen. Macht. Zukunft“ heißt die Kampagne, mit der die KFD bundesweit darauf aufmerksam machen will, dass nur ein starker Verband die Interessen und Rechte von Frauen gut vertreten kann. Monika Mertens möchte ihren Beitrag dazu leisten, indem sie für die kfd und ihre Themen trommelt. Als Beispiele nennt sie die Bereiche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und „gleiches Geld, gleiche Chancen“. „Gerade diese Themen sprechen auch die jüngeren Frauen an“, betonte die Spellerin. Im Oktober sei in Osnabrück ein Stammtisch der KFD zum Thema „Frauen und Erwerbsarbeit“ gegründet worden, an dem 20 Frauen teilgenommen hätten. „Der nächste Stammtisch wird im Emsland stattfinden“, sagte die 49-Jährige und nannte den 10. März nächsten Jahres. Der Ort ist noch offen, nicht aber das Thema: Es geht um den „Equal Pay Day“ am 20. März und die Frage, was Frauen und Männer verdienen. Gehaltstransparenz ist nach Angaben der Organisatoren des „Equal Pay Day“ eine wichtige Voraussetzung, um die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern endlich zu schließen.

Gesellschaftliche Veränderungen einzuleiten, setze aber einen starken Verband als Interessenvertreter voraus, betonte Mertens.

Die KFD zählt auf Bundesebene rund 500000 Mitglieder. „Wir sprechen gerne von einer halben Million“, meinte die stellvertretende Diözesanvorsitzende. Sie verwies aber auch auf den demografischen Wandel, der vor Verbänden wie der kfd ebenfalls nicht haltmache. Jüngere Frauen rückten nicht nach, vielleicht auch deshalb, weil die Mitwirkung in der kfd mit zu vielen Klischees behaftet sei. Auch vor diesem Hintergrund sei die Mitgliederwerbekampagne gestartet worden.

Im Gespräch mit der Redaktion machte Mertens außerdem deutlich, dass das „K“ im Namen des Verbandes für „Katholisch“ auf den einen oder anderen bremsend wirken möge, was den Eintritt in die KFD anbelange. Eine Mitarbeit eröffne aber auch neue Möglichkeiten, für frischen Wind in der Kirche zu sorgen. Gerade jungen Müttern werde über ihre Kinder, zum Beispiel über den Kommunionunterricht, ein neuer Zugang zur Kirche ermöglicht.

Mertens bezeichnete sich selbst als „überzeugte Christin“. Die Mitarbeit in der kfd ermögliche ihr neben dem Austausch mit und die Kontaktpflege zu anderen Frauen die Teilnahme an einer Fülle von Bildungsveranstaltungen. Die verheiratete Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Kindern ist auch Vorsitzende des KFD-Frauenbildungswerkes im Bistum Osnabrück.