Bericht von Pater Kulüke Spenden aus der Region geben Philippinos Hoffnung

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Spelle. Jocelyn kommt auf Pater Heinz Kulüke zu. In Leyte auf den Philippinen, wo Taifun Yolanda im November 2013 gewütet hat. Auch der Ehemann der 30-Jährigen und zwei ihrer vier Kinder fielen dem fürchterlichen Sturm zum Opfer. Jocelyn zeigt dem Steyler Missionar ihr neues Zuhause, das sie nun gemeinsam mit ihren beiden Kindern bewohnt. Dass sie und viele andere Not leidende Menschen auf den Philippinen wieder Hoffnung schöpfen können, liegt auch am „Aktionskreis Pater Kulüke“ aus Spelle.

Über 400000 Euro an Spendengeldern sind nach Angaben von Elsbeth Garmann vom Aktionskreis bislang gesammelt und dem aus Spelle stammenden Pater zur Verfügung gestellt worden. Kulüke, 2012 zum Generalprior der Steyler Missionare gewählt, hatte zuvor viele Jahre lang Hilfsprojekte auf den Philippinen initiiert. Der aus der Landjugend hervorgegangene Aktionskreis unterstützt ihn seitdem unermüdlich durch Spendenaktionen.

Ausführlich beschrieb Kulüke in einem Schreiben an den Aktionskreis die bisherige Verwendung der Spendengelder. Besonders dringlich war nach seinen Angaben der Bau von Übergangshäusern. Sie kosten je nach Größe und verwendetem Material zwischen 350 und 500 Euro. Rund 5000 wurden bereits gebaut, damit die Menschen nun nicht mehr in Zelten und unter Planen leben müssen. Zwei Schulgebäude wurden komplett neu gebaut und in Betrieb genommen. Von den Spendengeldern gekauft wurden außerdem Schulsachen, Schuluniformen, Rucksäcke und Schuhe. Wie der Pater weiter ausführte, wurden außerdem 125 Boote mit Motoren angeschafft, um den Kleinfischern wieder ein eigenes Einkommen für sich und ihre Familien zu ermöglichen. Hinzu kommen Saatgut und Hilfen beim Gemüseanbau.

„All diese Hilfe wäre ohne die so großzügige Hilfe zahlreicher Menschen in der Heimat nicht möglich gewesen“, dankte Pater Kulüke für die kleinen und großen Spenden auch aus dem Emsland. Gerade in Zeiten bitterer Not bedeute weltweite Solidarität sehr viel und schenke neues Leben. Nicht vergessen zu sein mache Mut, das Leben wieder neu in die Hand zu nehmen.

Jocelyn, die Witwe aus Leyte, hatte ihm bei seinem Besuch ihr neues Zuhause gezeigt. „Sie weiß, dass das Leben vor allem ihrer Kinder wegen weitergehen muss“, betonte Kulüke. Weitergehen, das ist auch das Stichwort für den Aktionskreis Pater Kulüke in Spelle. Weitergehen im Sinne weiterer Aktionen. Vor wenigen Tagen verkauften Mitglieder bei einer Feuerwehrübung am Markelo-Platz Grillwürstchen. Und in wenigen Wochen steht der Verkauf des „Jahreskalenders 2015“ an. Der Erlös fließt ebenfalls den Hilfsprojekten von Pater Kulüke zu.

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