Kooperation mit Christophorus-Werk Leader-Region „Türöffner“ für Menschen mit Handicaps

Von Anne Bremenkamp

Der Bioland-Hof Vaal in Schapen war Gastgeber der 34. Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Südliches Emsland. Im Mittelpunkt stand das Projekt „Inklusion in der Region“ und die in diesem Zuge angestrebte Kooperation mit dem Christophorus-Werk Lingen. Foto: Anne BremenkampDer Bioland-Hof Vaal in Schapen war Gastgeber der 34. Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Südliches Emsland. Im Mittelpunkt stand das Projekt „Inklusion in der Region“ und die in diesem Zuge angestrebte Kooperation mit dem Christophorus-Werk Lingen. Foto: Anne Bremenkamp

Schapen. Die Leader-Region Südliches Emsland macht Inklusion auf ihrem anvisierten Weg in eine neue EU-Förderperiode auch zu ihrem Thema. Sie begrüßt daher eine vom Christophorus-Werk Lingen angebotene Kooperation. Gemeinsames Ziel: Menschen mit Handicaps die Teilhabe am Arbeitsleben vor Ort zu ermöglichen.

Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen wie die LAG Südliches Emsland erarbeiten vor Ort Entwicklungskonzepte.

Das Thema Inklusion spielt in der neuen Förderperiode eine wichtige Rolle. Alle Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – sollen gleichberechtigt am Leben teilnehmen. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und nicht erst nach dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention ein großes Zukunftsthema.

Die 34. Leader-Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) fand auf dem Bioland-Hof Vaal in Schapen statt. In Trägerschaft des Christophorus-Werks und mit wesentlicher Einbindung von Menschen mit Behinderungen betreibt der Hof auf 24 Hektar ökologische Landwirtschaft mit Schwerpunkt Gemüseanbau und vermarktet seine Produkte direkt an den Endverbraucher.

„Ein Glücksfall für Schapen!“, unterstrich der stellvertretende Bürgermeister Gerd Wintering, der die 2500 Einwohner-Gemeinde mit breit gefächertem Gewerbe und aktivem Vereinsleben als attraktiven Wohnort für alle Generationen vorstellte.

„Wir arbeiten im Sinne des Schöpfungsgedankens und aus christlicher Verantwortung für Mensch und Natur“, fasste Betriebsleiter Manfred Grote das Bestreben des Bioland-Hofs Vaal zusammen. Es gelte, den Beschäftigten Aufgaben zu übertragen, denen sie gewachsen seien und an denen sie vor allem auch wachsen könnten.

„Wir sind überzeugt, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen für alle Beteiligten eine einzigartige Win-Win-Situation ist. Im Zuge des Fachkräftemangels können sie zudem Arbeiten übernehmen, mit denen sie Fachkräfte entlasten.“ So unterstrichen Klaus van Kampen und Leo Langenhorst vom Christophorus-Werk ihren Wunsch, die sechs Mitgliedsgemeinden der Leader-Region Südliches Emsland für ihr Projekt „Inklusion in der Region“ zu gewinnen. Dabei verwiesen sie insbesondere auf Erfolgsgeschichten ihrer Aktion „Arbeit nach Maß“, die aktuell rund 60 behinderte Menschen auf betrieblichen Arbeitsplätzen begleitet und auch den Unternehmen beratend zur Seite steht.

„Wir möchten, dass Sie die Inklusion in Ihren Gemeinden zu einem echten Anliegen machen. Wir möchten Sie als ideelle Unterstützer und als „Türöffner“ vor Ort, um noch mehr Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt integrieren zu können“, appellierte Klaus van Kampen abschließend an die kommunalen Vertreter von Emsbüren, Freren, Lengerich, Lingen, Salzbergen und Spelle. Er stieß mit seinen Ausführungen bei allen LAG-Mitgliedern auf offene Ohren.

LAG-Vorsitzender Bernhard Hummeldorf bekräftigte: „Das Christophorus-Werk ist eine ganz zentrale und wichtige Einrichtung. Die Leader-Region Südliches Emsland steht gerne als Kooperationspartner zur Verfügung, um das Projekt „Inklusion in der Region“ gemeinsam zu einem Erfolg zu machen.“