Löcken zum Ritter geschlagen „Im Königreich Venhaus funktioniert Integration“


Venhaus. „Im Himmel ist die Hölle los!“ Unter dieses Motto hat die KCG Venhaus ihr Motto für 2014 gestellt. Und so sah man in der Prunksitzung überwiegend Engel und Teufel im Publikum.

Als Oberteufel fungierte erstmals der neue Sitzungspräsident Udo Haking. Er führte gekonnt durch das fünfstündige Programm, assistiert von Karina Schütte, neue Vorsitzende der Venhauser Jecken. Über 100 Aktive waren auf der Bühne und im Hintergrund im Einsatz. „Stolz sind wir, dass die komplette Veranstaltung ausschließlich von Eigengewächsen gestaltet wurde“, betonte Karina Schütte.

Viel getanzt wird auf der Venhauser Karnevalsbühne. Zu den Akteuren gehören seit Jahren die Konfetti-Kids. Die Burggarde begeisterte mit ihrem Gardetanz ebenso „7up“ und die „Grashüpfer“. Eine Premiere stellte der Auftritt der „Sexy Fire-Fighters“ dar.

Ein absoluter Höhepunkt war der Ritterschlag für Klaus Löcken. 16 Jahre lang hatte er als Sitzungspräsident fungiert. Jetzt darf er sich als „Ritter Nikolaus von Putz und Mörtel“ fühlen.

Als „meckernde Ziege“ stand Gerd Berghaus in der Bütt. „Unsere vier kompetenten Kommunalpolitiker (Bürgermeister), unsere Burger-Kings, haben wieder die besten Plätze ergattert“, stellt er fest und fügte erfreut hinzu: „Hier sitzen sogar Speller neben Schapenern; im Königreich Venhaus funktioniert die Integration.“ Und noch einen hatte der Büttenredner parat: „Alle wollen ins Königreich Venhaus!“

Als Nachwuchs-Redner standen Tim und Katja Bröcker in der Bütt und beeindruckten mit scharfzüngigen Witzen.

Was so alles auf der Frauentoilette passiert, berichtete Klofrau Barbara Beine und Klobenutzerin Annette Junghüser. Sie lösten auch das Rätsel, warum Frauen immer gemeinsam auf die Toilette gehen.

„Pass auf“ schallte es durch den Saal. Jeder wusste genau, wer und was jetzt kommt: Haushälterin Christine (Pastor Daniel Brinker). Sie sei allein gekommen, weil ihre Cousine Tildchen jetzt in anderen Kreisen wirtschafte. „Die Frage habe ich gestellt: Willst Du lieber in weihbischöflichen oder in königlichen Kreisen arbeiten? Jetzt wirtschafte sie beim Weihbischof in Osnabrück.“ Auch habe sie dem Tildchen geraten, lieber nach Limburg zu gehen, wenn sie denn lieber goldene Klinken putzen wolle.

Christine hat jetzt auch einen neuen Chef, der Doktor ist. Sie spare sich künftig den Gang zum Hausarzt. Der neue Doktor Thomas Stühlmeyer habe sein kleines Sprech- und Behandlungszimmer in der Speller Kirche. Jeden Samstag ab 16 Uhr sei Sprechstunde angesagt.

Die Landjugend suchte in einer Casting-Show Interessenten für eine Ansiedlung im Hafen Spelle-Venhaus.

So mancher Jeck im Saal fragte sich, wie der „saugute“ Puppentanz der „Kon Fu Pandas“ funktioniert.

Zum Abschluss des kurzweiligen Programms an zwei Abenden standen mehrere bekannte Sängerinnen und Sänger auf der Venhauser Karnevalsbühne. Die „ultimative Starparade“ lud abschließend zum Mitsingen und zum Mitschunkeln ein.


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