In Spelle bis zum Sommer Mission Klassenerhalt „Wolle“ Schütte ein Überzeugungstäter

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Spelle. „Ich bin fest überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, gibt sich Wolfgang Schütte entschlossen und zuversichtlich. Der 36-jährige ehemalige Profi übernimmt das Landesligateam des SC Spelle-Venhaus bis zum Sommer.

Die schnelle Zusage bei seinem Heimatverein nach nur kurzer Bedenkzeit war für Schütte Ehrensache. „Man hat mich gefragt, ich komme gern“, betont der ehrgeizige Sportler, der als A-Jugendlicher zum VfL Osnabrück wechselte, für den er in der 2. Bundesliga und der Regionalliga spielte. Er wurde sogar in die Jahrhundert-Elf der Lila-Weißen gewählt. Schütte gab ein Intermezzo beim damaligen Drittligisten VfL Herzlake. 2006 wechselte er zum SV Meppen, von dem er im Januar 2008 nach Spelle kam, wo er auch Aufgaben als Trainer und „Co“ übernahm. Als Vertreter von Michael Schmidt, dessen Nachfolger er jetzt ist, konnte er 2008 den Abstieg aus der Niedersachsenliga nicht verhindern. „Das lag nicht an ihm“, stellen Obmann Peter Schlage und Jürgen Wesenberg vom Fußballvorstand fest. „Wolle hat gute Arbeit gemacht, und längst bewiesen, was er kann.“ Der SCSV jedenfalls ist froh über die Zusage Schüttes. „Die Karten sind neu gemischt. Das ist die Chance für alle Spieler, sich zu empfehlen.“

Schütte, der am Mittwoch der Mannschaft vorgestellt wurde, weiß, was ihn erwartet. Schließlich war er bis zum Sommer noch in Spelle dabei und hatte nicht nur im letzten Spiel in Cloppenburg maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt. In dieser Serie hat er sein neues Team in vier Heim- sowie den Auswärtspartien in Schüttorf und Biene gesehen.

„Die Spieler sind willig“, hat Schütte erkannt. „Das sind gute Voraussetzungen. Ich traue mir zu, ein paar Prozent mehr herauszukitzeln.“ Einen Tick mehr Motivation, Cleverness, Disziplin und Taktik, zählt er auf.

Schütte will nur noch im äußersten Notfall selbst auflaufen. Zurzeit bemüht sich der SCSV um Verstärkungen. „Ich habe mit einigen Leuten gesprochen“, erklärt der Coach. Besonders fehle ein erfahrener Akteur im zentralen Bereich, der die Mitspieler ansprechen und führen könne.

Nach Aussagen von Ko-trainer Markus Schütte, der wegen seiner langwierigen Verletzungen künftig nicht mehr auf dem Platz aushelfen kann, könnte der 33-jährige Thorsten Schütte, der zuletzt aus familiären und beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stand, eventuell wieder einsteigen. „Vielleicht klappt es.“

Markus Schütte freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinem Bruder Wolfgang. Er kennt die Riesenaufgabe. „Das ist eine Herausforderung.“ Er erwartet jedoch auch, dass die Verpflichtung von Wolfgang Schütte und Siggi Wolters ab Sommer Aufbruchstimmung auslöse, von der die Mannschaft profitiere. Wolfgang Schütte schätzt die Teamarbeit mit Markus und Torwarttrainer Frank Hönscher. „Das sind hundertprozentige Speller.“


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