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Schütte-Team verliert 1:5 gegen Oythe – Vier Wernke-Tore Spelle nach „Schema F“ zerlegt

Von Uli Mentrup

Steigt zum Kopfball hoch, trifft aber nicht: Spelles Erdem Cosar. Foto: Doris LeißingSteigt zum Kopfball hoch, trifft aber nicht: Spelles Erdem Cosar. Foto: Doris Leißing

Spelle. „An diesem Spieltag hatten wir keine Chance“, erkannte Trainer Wolfgang Schütte nach der klaren 1:5-Heimpleite (0:1) des SC Spelle-Venhaus gegen den VfL Oythe, der damit seine Ambitionen nach oben untermauerte. Doch aufgeben wollen sich die Emsländer, die auf den vorletzten Platz der Landesliga-Tabelle zurückfielen, noch nicht. „Das Spiel abhaken, die positiven Aspekte mitnehmen und weitermachen“, verordnete Schütte.

Es gab gute Szenen der Emsländer. In der Anfangsphase spielten sie mit, gewannen ab der 20. Minute dank ihres couragierten Einsatzes sogar leichte optische Vorteile auf dem Feld. Da lagen die Emsländer jedoch schon zurück. „Ein klares Abseitstor“, klagten die Zuschauer – und hatten vermutlich recht.

Spielerisch konnten die Speller der „ehemaligen Oberliga-Truppe“ (Schütte) aus Oythe nicht das Wasser reichen, aber selbst nach dem 0:2 unmittelbar nach der Pause steckten die Gastgeber nicht auf. Postwendend gelang Stefan Pöling im Nachsetzen der Anschlusstreffer, der Hoffnung aufkeimen ließ. Christopher Börger hatte Pech, dass VfL-Keeper Reichenbach nach seiner Kopfballchance noch so gerade parieren konnte. Der SCSV schien dem Ausgleich nahe. Er hatte in der Folgezeit weitere Möglichkeiten. Doch vor dem gegnerischen Tor waren die Emsländer nicht entschlossen genug. Sie spielten nicht geradlinig genug, sondern bevorzugten den schwierigen Pass.

So bedeutete das 1:3 von Tim Wernke, der mit gleich vier Toren die SCSV-Abwehr zerbröselte, den K.o. der Speller, die den Ball am gegnerischen Strafraum verloren hatten. Die Oyther spielten den Gastgeber nach Schema F aus: Wernke und Jan Egbers enteilten den Gegnern immer wieder nach langen Bällen. Dem SCSV fehlte das Führungspersonal. Keeper Roman Frik verhinderte ein höheres Debakel.