Auflösung abgewendet KFD Schapen mit neuem Vorstand für die Zukunft gerüstet

Die KFD Schapen mit Birgit Düsing-Maier, Silke Spinneker, Rita Herbers, Annette Heet, Annegret Reekers, Mechthild Lambers, Jasmin Greve, Jutta Hoffhues, Erika Wiggering, Nina Austermann, Christin Völker-Gerd und Iris Johanning. Es fehlen Karin Schöttmer und Sigi Beerboom. Foto: Anne BremenkampDie KFD Schapen mit Birgit Düsing-Maier, Silke Spinneker, Rita Herbers, Annette Heet, Annegret Reekers, Mechthild Lambers, Jasmin Greve, Jutta Hoffhues, Erika Wiggering, Nina Austermann, Christin Völker-Gerd und Iris Johanning. Es fehlen Karin Schöttmer und Sigi Beerboom. Foto: Anne Bremenkamp

Schapen. Immer öfter suchen Vereine verzweifelt Menschen, die noch gewillt sind, sich in der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit und im Dienste ihrer Nächsten zu engagieren. Die KFD Schapen hat dieses Problem auf ihre ganz eigene Weise gelöst – mit in aller Klarheit formulierten und sehr offenen Worten, die dann auch auf offene Ohren und Herzen gestoßen sind.

Mit einem neuen, deutlich vergrößerten und verjüngten sowie jetzt auf der Generalversammlung einstimmig gewählten Vorstand und einer neuen geistlichen Begleitung ist die KFD Schapen für die Zukunft bestens gerüstet. Doch noch vor wenigen Wochen sahen die Aussichten düster aus, sogar die drohende Auflösung der vor 140 Jahren gegründeten und somit ältesten Frauengemeinschaft im Bistum stand im Raum. Hintergrund war, dass vier langjährige und verdiente Vorstandsmitglieder ihren Abschied von der vordersten Front angekündigt hatten. Dies zum einen, um der rund 400 Frauen starken KFD die Chance auf frischen Wind zu ermöglichen. Zum anderen aber auch, weil ehrenamtliche Arbeit von vielen Schultern getragen werden und niemand für immer darin gefangen bleiben sollte, weil sich keiner bereit erklärt, Verantwortung zum Wohle aller zu übernehmen.   

„Unser gesamter Vorstand hat sich lange vergeblich bemüht, neue Frauen für die Vorstandsarbeit zu gewinnen, denn die ist mit nur drei verbleibenden Frauen angesichts der anfallenden Aufgaben nicht zu bewältigen“, berichtet Annegret Reekers, die ebenso wie ihre „Kolleginnen“ Birgit Düsing-Maier, Jasmin Greve und Karin Schöttmer nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stand.

Offener Rundbrief

Mehr als fünfzig Frauen aus den eigenen Reihen habe man persönlich angesprochen, um sie für die Vorstandsarbeit zu gewinnen, leider trotz aller Bemühungen ohne Erfolg. Daraufhin entschloss sich der alte Vorstand im September, einen offenen Rundbrief an alle KFD-Mitglieder zu verfassen, in dem das Dilemma deutlich zur Sprache gebracht wurde. Der Brief löste rege Diskussionen aus, es folgte ein Treffen von Jung und Alt aus allen KFD-Gruppen. 

Reaktionen lösen Betroffenheit aus

Die mögliche Auflösung der sonst so agilen KFD, in der man in einem sicheren Rahmen immer füreinander da ist, in der man Gemeinschaft und Wertschätzung erfährt, in der miteinander gebetet, geglaubt und gelacht wird, sorgte insbesondere in der Altersgruppe der über 80-jährigen für erschrockene Gesichter, Traurigkeit und Ratlosigkeit. Diese emotionalen Reaktionen wiederum lösten bei der jüngeren Generation tiefe Betroffenheit aus, aus allen Richtungen flossen plötzlich konkrete Namen derer, die sich und ihre Ideen in die Vorstandsarbeit einbringen wollten. 

Zwischen 29 und 53 Jahren jung ist der neue Vorstand jetzt, dem neben den „Verbleibenden“ Jutta Hoffhues, Silke Spinneker und Annette Heet nun auch Nina Austermann, Mechthild Lambers, Sigi Beerboom, Erika Wiggering, Rita Herbers und Iris Johanning angehören. Neue geistliche Begleiterin ist die Gemeindereferentin Christin Völker-Gerd und so bleibt die KFD Schapen mit ihren vielfältigen weltlichen und geistlichen Angeboten für alle Generationen fest eingebunden in das Netz der Gemeinde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN