Bulli, Räume, Rampe Einweihungsmarathon beim SC Spelle-Venhaus

Der neue, behindertengerechte Tribünenaufgang des SC Spelle-Venhaus. Foto: Anne BremenkampDer neue, behindertengerechte Tribünenaufgang des SC Spelle-Venhaus. Foto: Anne Bremenkamp

Spelle. Aller guten Dinge sind fünf beim SC Spelle-Venhaus, denn dort wurden unmittelbar vor dem Anpfiff zum Viertelfinalspiel um den Fußball-Niedersachsenpokal in einem Einweihungsmarathon der neue Vereinsbulli, das neue Geschäftszimmer, das neue Gebäude mit Sozial-, Sanitär- und Lagerraum, der neue behindertengerechte Tribünenaufgang sowie der um zwei Attraktionen erweiterte Spielplatz ihrer Bestimmung übergeben.

Während der Vorstellung der fünf Neuerungen unterstrich SCSV-Vorsitzender Helmut Klöhn, dass vieles davon durch immense Eigenleistung geschaffen wurde, insbesondere auch vom derzeit 19-köpfigen und tatkräftig anpackenden Technikteam. Gelingen könne Vereinsarbeit aber letztlich nur durch den Dreiklang zwischen ehrenamtlich arbeitendem Verein, Kommune und Wirtschaft. „Der Dreiklang in Spelle funktioniert bestens“, sagte Klöhn und verwies dankend darauf, dass seit 2007 rund 2,3 Millionen Euro in das Sportgelände investiert wurden, ohne dass der Verein Verbindlichkeiten hat.  

Der SC Spelle-Venhaus bleibt in Fahrt: Ein zweiter Vereinsbulli wurde angeschafft. Foto: Anne Bremenkamp

Allein 42 Fußballmannschaften und dazu die Volleyball- und Tennis-Teams des SCSV, der rund 2500 Mitglieder hat, sind ständig unterwegs zu Turnieren und Trainings. Damit sie stets in Fahrt bleiben können, konnte dank der Unterstützung der Firma Krone sowie einer Zuwendung der Lottosportstiftung mit einem Neunsitzer  ein zweiter Vereinsbulli angeschafft werden.

Nachdem die Geschäftsstelle des SCSV über einige Jahre im Speller Rathaus untergebracht war, hat sie ihre neue Heimat nunmehr auf dem Vereinsgelände. Ausgelagert wurde dafür ein Sozialraum, der bereits wieder eine adäquate Bleibe gefunden hat. Denn die Firma Rekers Beton hat dem Sportverein dort einst als Prototyp für eine Flüchtlingsunterkunft entwickelte Garagen-Raumeinheiten überlassen, die dank eines Zuschusses von der Gemeinde in Eigenleistung gedämmt, umklinkert und mit einem Spitzdach versehen wurden. Im Inneren des Gebäudes finden sich neben einem Aufenthaltsraum für Platzwarte auch ein Lagerraum für Elektroteile sowie ein Sanitärraum. 

An der von der Firma Rekers Beton gestifteten Torwand auf dem Spielplatz des SC Spelle-Venhaus versuchte sich auch Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Foto: Anne Bremenkamp

Dank Rekers Beton können sich Klein und Groß auf dem Spielplatz jetzt auch an einer Torwand ausprobieren, zudem hat der Verein dort mit einer Federwippe für gleich mehrere Kinder noch eine neue Attraktion geschaffen.

Und damit Fußballspiele wie das Viertelfinalspiel der Speller gegen Kickers Emden im Niedersachsenpokal jeder miterleben kann, hat der SCSV nun eine neue und vor allem bestens für Rollstuhlfahrer geeignete Rampe zu der überdachten Tribüne geschaffen.

„Die vorbildliche Infrastruktur und das breit gefächerte Sportangebot unseres Vereins tragen Deine Handschrift“, dankte Helmut Klöhn abschließend dem bald scheidenden Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf, der den Ball zurückspielte: „Dass der SC Spelle-Venhaus ein Vorzeigeverein mit Leuchtturmcharakter ist, ist eine Gemeinschaftsleistung aller, die sich um ihn verdient machen.“


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