Stabwechsel im Rat Lünne Sonja van Dülmen folgt Thomas Forstreuter

Stabwechsel im Gemeinderat Lünne: Thomas Forstreuter scheidet aus beruflichen Gründen aus und übergibt den Stab an Sonja van Dülmen. Foto: Heinz KrüsselStabwechsel im Gemeinderat Lünne: Thomas Forstreuter scheidet aus beruflichen Gründen aus und übergibt den Stab an Sonja van Dülmen. Foto: Heinz Krüssel

Lünne. Einen personellen Wechsel gibt es zum 1. Oktober 2019 im Rat der Gemeinde Lünne: Ratsherr Thomas Forstreuter scheidet aus beruflichen Gründen aus, ihm folgt Sonja van Dülmen. Die beiden Kommunalpolitiker engagieren sich in der „Lünner Liste“.

Das künftige Engagement als Hauptgeschäftsführer des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) in Münster zwinge ihn zum kommunalpolitischen Kürzertreten, betonte Forstreuter in einem Gespräch mit der Redaktion. Das Mandat im Samtgemeinderat Spelle werde er aber weiterhin wahrnehmen. Im WLV tritt der Lünner die Nachfolge des aus dem Emsbürener Ortsteil Ahlde stammenden Werner Gehring an.  

Forstreuter zog eine insgesamt positive Bilanz seiner kommunalpolitischen Arbeit, die ihm immer sehr viel Freude bereitet habe. 2001 wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt. „Die Wähler haben mir von Anfang an großes Vertrauen geschenkt und Rückendeckung für das Engagement gegeben“, so der Sozialdemokrat, der 13 Jahre dem Verwaltungsausschuss angehörte. Nach den erfolgreichen Wahlen 2006 und 2011 kandidierte Forstreuter bei den Wahlen 2016 für die „Lünner Liste“, die sogleich 30 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Es erfülle ihn mit gewissem Stolz, dass es ihm gelungen sei, nachhaltig eine starke Opposition in Lünne zu etablieren.

Wenngleich er nach wie vor Mitglied der SPD sei, so habe er immer nach der Devise gehandelt: „Frei von parteipolitischen Interessen stets für die besten Ideen und Konzepte eintreten.“ Fundamentalopposition im Sinne einer parteipolitischen Profilierung sei niemals sein Ding gewesen.

Gerne erinnert sich Forstreuter an herausragende kommunalpolitische Themen der vergangenen 18 Jahre. Dazu gehöre das Maritime Wohnen am Lünner See, der Erwerb von Haus Schmeing und den Umbau zum Gemeindehaus, die Sanierung des St. Vitus-Kindergarten, die Unterstützung des Musikvereins Beesten-Lünne sowie der Neubau des Feuerwehrhauses und der Rettungswache. Dank der Einrichtung eines Lebensmittelmarktes durch die Raiffeisen-Genossenschaft konnte die Nahversorgung gesichert werden. Vieler Bürger hätten sich bei der Integration der Flüchtlinge in Lünne ehrenamtlich engagiert: „Wir haben es geschafft!“

Selbstverständlich habe es auch kontrovers diskutierte Themen gegeben, erinnert sich der scheidende Ratsherr. Dazu gehörte die Auseinandersetzung um die Verkehrssicherheit, der erfolgreiche Einsatz für den Erhalt des öffentlichen Badestrandes sowie das Thema Fracking.

Voller Tatendrang blickt die Innenarchitektin Sonja van Dülmen der Ratsarbeit entgegen. Sie sei über die Fracking-Diskussion in Lünne zur Kommunalpolitik gekommen und habe 2011 und 2016 für den Gemeinderat kandidiert. Sie freue sich, dass sie nunmehr ihre kommunalpolitischen Ideen einbringen könne. Zu ihren Schwerpunkten möchte sie Themen wie die Gestaltung von Lebensräumen, das Wohnen im Alter, den weiteren Ausbau der Nahversorgung und der ärztlichen Versorgung sowie das weitere Zusammenwachsen der Ortsteile Lünne, Plantlünne und Altenlünne machen. Sie strebe eine Mitarbeit im Bauausschuss an. Ehrenamtlich engagiert sich Sonja van Dülmen im Mentoring-Programm „Frau.Macht.Demokratie“. Ziel sei es, mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen.


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