Arbeitskreis tagt im Heimathaus Dorfentwicklung in Spelle wird neu ausgerichtet

Viele Veranstaltungen locken zum Wöhlehof in Spelle. Saniert wurde er seinerzeit mit Mittel des Dorfentwicklungsprogramms. Foto: Gemeinde SpelleViele Veranstaltungen locken zum Wöhlehof in Spelle. Saniert wurde er seinerzeit mit Mittel des Dorfentwicklungsprogramms. Foto: Gemeinde Spelle

Spelle. Vor zehn Jahren wurde die Gemeinde Spelle in das Dorfentwicklungsprogramm (ehemals Dorferneuerung) des Landes Niedersachsen aufgenommen. Nun wird dieses neu ausgerichtet.

Nach Erarbeitung des Dorfentwicklungsplanes mit den vier Handlungsfeldern „Gemeinschaftsleben stärken“, „Tourismus“, „Natur und Landschaft“ sowie „Landwirtschaft“ erfolgte die Anerkennung Anfang 2012. Seither konnten bereits einige öffentliche und private Maßnahmen realisiert werden: Beispielsweise die Sanierung des Wöhlehofes, die Optimierung der Kreuzung von Haupt- und Ringstraße, der dorftypische Rückbau der Schapener Straße inklusive der Gestaltung rund um den Markelo-Platz oder auch die Gestaltung des Umfeldes von der St. Johannes Kirche.

Grundlage der Förderung ist die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE), die stetig Weiterentwicklungen und Anpassungen unterliegt. Durch die Einführung der Stichtagsregelung und der Beurteilungskriterien treten die eingereichten Projekte nunmehr jährlich in ein bezirksweites Ranking. Klassische Tiefbaumaßnahmen generieren nur noch selten Fördermittel.

Dieser Wandel führte Anfang 2017 zu einer ersten Fortschreibung des Dorfentwicklungsplanes. Um diese Basis der Speller Dorfentwicklung den strukturellen Veränderungen entsprechend tiefergehend anzupassen, stand eine generelle Neuausrichtung im Fokus der 19. Arbeitskreissitzung. Mehr als 20 Arbeitskreismitglieder und Gäste erarbeiteten unter der Anleitung des Planungsbüros Peter Stelzer aus Freren intensiv eine Vielzahl neuer Ideen und bildeten Schwerpunkte.

Folgende Projektansätze gibt es beispielsweise: ein Verkehrskonzept für den Ortskern (unter anderem zur Stärkung der Radverkehrs), die Verbesserung der Mobilität und des Informationsflusses, eine Ehrenamtsbörse, die Reaktivierung der Speller Dose oder auch die Einrichtung neuer Wanderrouten.

Die Förderphase der Dorfentwicklung in Spelle wurde zwar ursprünglich bis 2020 festgesetzt, kann aber gegebenenfalls verlängert werden. Deshalb gilt es nun, diese Ideen weiterzuverfolgen und gleichzeitig in den Dorfentwicklungsplan zu integrieren. Weitere Anregungen und Projektideen nimmt die Samtgemeinde Spelle entegegen (schoemaker@spelle.de, Tel. 05977/937-302). 


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