Pläne für Umbau vorgestellt Windpark in Lünne: Weniger Anlagen, mehr Leistung

Der Windpark in Lünne: Geplant ist eine Reduzierung der Anlagen bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistung. Foto: Richard HeskampDer Windpark in Lünne: Geplant ist eine Reduzierung der Anlagen bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistung. Foto: Richard Heskamp

Spelle . Der Windpark in Lünne wird modernisiert. Einzelheiten erfuhren Mitglieder des Gemeinderates Lünne sowie des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses der Samtgemeinde Spelle in einer Informationsveranstaltung.

Der Windpark in Lünne ist im Jahr 2002 entstanden und umfasst eine Plangröße von rund 130 Hektar. Insgesamt sind einer Mitteilung der Samtgemeinde zufolge derzeit 18 Windenergieanlagen im Einsatz. Seit 2016 ist dieser Bereich im Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Emsland als Vorranggebiet für Windenergie dargestellt. 

Der Betreiber, die Raiffeisenwindpark GmbH & Co.KG aus Lünne, beabsichtigt, im Jahr 2023 einen Teil des Lünner Windparks zu repowern. „Insgesamt sollen elf Windenergieanlagen ausgetauscht werden, die im Jahr 2002 in Betrieb genommen wurden“, berichtete Geschäftsführer Hermann Schartmann. Diese Anlagen würden voraussichtlich durch fünf bis sechs moderne Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 4600 Kilowatt ersetzt. 

Größter Arbeitgeber in Lünne

Die Gesamtleistung des Windparks wird trotz der Reduzierung der Anzahl der Windenergieanlagen deutlich erhöht. Angesichts der Energiewende komme der zuverlässigen und effizienten Energiegewinnung aus regenerativen Quellen eine besondere Bedeutung zu, hieß es in der Versammlung. „Insofern ist die geplante Installation der neuen, technisch weiterentwickelten Windkraftanlagen ein enormer Gewinn für den Windpark Lünne“, begrüßte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf die Planungen.

Nach Ansicht von Lünnes Bürgermeisterin Magdalena Wilmes zeichnet sich die Raiffeisen-Warengenossenschaft Emsland-Süd als größter Arbeitgeber in der Gemeinde durch die stetige Entwicklung von Innovationen und Erschließung neuer Geschäftsfelder aus. So sei der Betrieb von Windenergieanlagen seinerzeit eine Pionierleistung gewesen. Seit einigen Jahren sorgt die Genossenschaft durch den Betrieb eines Lebensmittelgeschäftes für die Nahversorgung der Bevölkerung.

Die Raiffeisen-Warengenossenschaft sei ein wichtiger Impulsgeber im Ort, unterstrichen Hummeldorf und Wilmes. Als Bürgerwindpark wird auch für das geplante „Repowering“ eine finanzielle Beteiligung durch Privatpersonen möglich sein. 


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