Weltflüchtlingstag Flüchtlingsforum schlägt erneut "Café International Lingen" vor

Noch immer wagen Menschen die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer, um nach Europa zu gelangen. Foto: Nick JaussiNoch immer wagen Menschen die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer, um nach Europa zu gelangen. Foto: Nick Jaussi

Lingen. Zum Weltflüchtlingstag am heutigen Donnerstag, 20. Juni, hat der Verein Flüchtlingsforum für Integration und Menschenrechte in Lingen die Auffassung vertreten, dass die Integration der in der Emsstadt lebenden Flüchtlinge noch nicht abgeschlossen ist.

In einer Pressemitteilung betont Vorsitzender Jean-Marie Vianney: "Die Flüchtlinge sind noch immer nicht ganz in unserer Gesellschaft etabliert, es gibt noch vieles zu tun. Mithilfe verschiedener Hilfsorganisationen sind unter anderem ausreichende und geeignete Wohnraum zu besorgen, bei der Suche nach Arbeitsplätzen Unterstützung zu leisten, gute Schulbildung für die Kinder zu gewährleisten, und Deutschkurse sowie Weiterbildung für die Erwachsenen anzubieten. "

"Wir bitten um eine aussagekräftige Antwort der Stadt"

Damit eine "gute Integration in die neue Kultur gelingt", erinnert das „Flüchtlingsforum“ an das Konzept des „Café International Lingen“. Der Verein schlägt erneut vor, dass dieses Café als  Begegnungs- und Kontaktstelle für Flüchtlinge und Bürger der Stadt Lingen genutzt wird. Minani: "Wir bitten weiter um eine offizielle aussagekräftige Antwort der Stadt Lingen, ob wir als die geflüchteten Menschen eine Kontaktstelle in Lingen bekommen können oder nicht." Zuschüsse für eigenen Café-Räume waren von den städtischen Ausschüssen zweifach abgelehnt worden, weil man keine Doppelstrukturen aufbauen wollte. Es gebe genügend Einrichtungen, die Räume zur Verfügung stellen würden, hieß es aus der Verwaltung.

Flüchtlinge bedanken sich für gute Unterbringung

In Deutschland wird nach Darstellung des Vereins für die Flüchtlinge gut gesorgt. Dies könnten insbesondere die in Lingen untergebrachten „Neubürger“ bestätigen und bedanken sich ausdrücklich dafür. Der Vorsitzende: "Hier zu leben bedeutet Sicherheit. Jedoch wollen diese Menschen nicht nur geduldet und versorgt werden, sie wollen auch die Möglichkeit haben, ihr Leben selbst aktiv zu gestalten. Dazu wäre ein ,Café International' eine sehr gute Basis."


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