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Zwischen Betonteilen eingeklemmt Mann aus Dörpen bei Unfall am Speller Hafen lebensgefährlich verletzt

Von Julia Mausch

Blick aus der Vogelperspektive auf den Hafen Spelle-Venhaus. Foto: Ulrich WozniakBlick aus der Vogelperspektive auf den Hafen Spelle-Venhaus. Foto: Ulrich Wozniak 

Spelle. Am Hafen Spelle-Venhaus ist es am Montagvormittag zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Ein 24-jähriger Mitarbeiter aus Dörpen wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Wie die Polizei mitteilt, war der Mann gegen 11.30 Uhr gemeinsam mit weiteren Arbeitern damit beschäftigt, Betonelemente für Windkraftanlagen auf ein Transportschiff zu verladen. Eines der beiden jeweils etwa 38 Tonnen schweren Bauteile befand sich bereits auf dem Schiff. 

Zwischen Betonteilen eingeklemmt

Das Zweite Element hing an einem Spezialkran. Aus bislang ungeklärter Ursache bekam es beim Verladevorgang zu viel Schwung. Der junge Mann aus Dörpen wurde dabei kurzzeitig zwischen den beiden Betonteilen eingeklemmt und erlitt dabei schwerste Verletzungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Polizei und Gewerbeaufsicht haben die Ermittlungen aufgenommen. 

Der junge Mann aus Dörpen wurde dabei kurzzeitig zwischen den beiden Betonteilen eingeklemmt und erlitt dabei schwerste Verletzungen. Foto: NWM-TV


Der Hafen Spelle-Venhaus, nahe der B70 gelegen, ist zeitgleich mit dem Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Der ursprünglich als kleiner Parallelhafen in der Größe einer Schiffslänge angelegte Hafen, ist mittlerweile ein zentraler Wirtschafts- und Logistikstandort in der Region – das spiegeln auch die Umschlagszahlen wider: Wurden vor zehn Jahren noch 340.000 Tonnen Schiffsgüter umgeschlagen, sind 2018 erstmals mehr als eine Million Tonnen umgeschlagen worden. (Weiterlesen: Hafen Spelle-Venhaus wichtige Logistikdrehscheibe)

Hafen bietet viele Arbeitsplätze

Insgesamt 270 Menschen arbeiten dort – und die werden künftig noch mehr zu tun haben: Bis zur Fertigstellung des Ausbaus des Dortmund-Ems-Kanals für Großmotorgüterschiffe im Jahr 2025 soll der vorhandene Stichhafen verlängert werden, sodass dieser auch von den größeren Schiffsklassen genutzt werden kann. 


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