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22.05.2019, 13:05 Uhr KOMMENTAR

Spelle und Europa: Lammerts Blick über den Tellerrand

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Norbert Lammert, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, war zwischen 2005 und 2017 Präsident des Deutschen Bundestages. Foto: Kay Nietfeld/dpaNorbert Lammert, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, war zwischen 2005 und 2017 Präsident des Deutschen Bundestages. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Spelle. Es ist schon eine gewisse Tradition bei der Volksbank Süd-Emsland, ihre Generalversammlungen immer auch mit einer Einladung an einen Ehrengast, verbunden mit einem Vortrag desselben, zu verknüpfen. Mit der Einladung an den früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert tat der Vorstand der Bank einen echten Glücksgriff.

Ein paar Tage vor den Europawahlen gelang es Lammert – wie immer rhetorisch brillant in einstündiger freier Rede – die Zuhörer auf die Notwendigkeit einzuschwören, den Blick über den Tellerrand zu heben. Sein leidenschaftliches Plädoyer gegen nationalstaatliches Denken und für ein auch durch eine gute Wahlbeteiligung weiter gestärktes Europäisches Parlament wird nicht ohne Wirkung auf die über 600 Zuhörer in Spelle geblieben sein. 

Jetzt müssen sie es nur noch weitererzählen. Auch das südliche Emsland profitiert in vielfältiger Weise von der Europäischen Union, wirtschaftlich, kulturell, sozial. Es gilt, dies nicht als in Stein gemeißelt für die Zukunft hinzunehmen, sondern selbst daran mitzugestalten. Wählen gehen ist eine Möglichkeit.


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